Ein unvergessliches Erlebnis

Chalkidiki ist eine Halbinsel im Norden Griechenlands. Wie drei Finger einer Hand ragen Kassandra, Sithonia und Athos ins Meer hinaus. Die Gesamtfläche Chalkidikis erreicht fast 3000 km². Viele verschiedene Geschichten erzählen über die Entstehung Chalkidikis. Eine davon besagt, dass der Meeresgott Poseidon, als er den Giganten Athos verjagte, seinen Dreizack im Meer verlor und daraus die Halbinsel Chalkidiki in ihrer charakteristischen Form entstand. Wo einst Götter gegen Giganten kämpften, aalen sich nun Sonnenhungrige an den Sand- oder Kieselstränden, durchstreifen Wanderer auf Ziegenpfaden die hügelige Landschaft und sogenannte Aussteiger fahren von Dorf zu Dorf um dort mit den Einheimischen oft lebenslange Freundschaft zu schließen. Kassandra ist der westlichste Finger, am stärksten besiedelt und touristisch am meisten erschlossen. Sithonia, der mittlere Finger, durchzogen vom Itamos-Gebirge begeistert vor allem Naturliebhaber mit einer eher wilden Landschaft und vielen kleineren und größeren Buchten. Der östliche Finger, wird größtenteils von der Mönchsrepublik Athos eingenommen, die innerhalb Griechenlands eine autonome Region bildet. Der Heilige Berg Athos hat steile Felsküsten, an deren Hängen die Klöster gebaut wurden.

Chalkidiki, wo sich unterschiedliche Landschaften mit goldfarbenen Sandstränden und verträumten Buchten abwechseln wird auch als geheimes Paradies Griechenlands bezeichnet. Das türkisschimmernde Wasser und bizarre Felsen werden Ihnen immer in Erinnerung bleiben. Olivenhaine und die vielen Pinienbäume lassen die Halbinsel das ganze Jahr grün erscheinen. Leben und Trubel auf der Kassandra, romantischer Dörfer auf der Sithonia und absolute Stille auf Athos - wenn Sie die Schönheit der Halbinsel auf sich wirken lassen, taucht die Frage auf, wo es wohl auf der Welt sonst noch einen Platz gibt, an dem man so viele Gegensätze so harmonisch aufeinander abgestimmt findet.

Die drei Finger Chalkidikis

Athos

Athos ist der Rechte der drei griechischen Finger: im Norden ist die Landschaft eher mittelgebirgig-bewaldet. An der Südspitze erhebt sich die höchste Erhebung Chalkidikis: Berg Athos (2033 m ü. NN). Auf den Heiligen Berg Athos findet man noch seltene Pflanzen, Blumen und Kräuter welche es im Europäischen Raum kaum mehr gibt. Aufgrund seines besonderen Status als autonome Mönchsrepublik, ist Athos relativ unberührt. In der Antike wurde die Halbinsel auch Akte genannt. Frauen sind in der Mönchsrepublik Athos auf dem gleichnamigen heiligen Berg nicht erwünscht. Sie haben nur die Möglichkeit, sich von außen, bei einer Fahrt die Küste entlang, einen Eindruck von der Schönheit dieses Landstrichs zu machen.

20 Klöster wurden hier gegründet. Byzantinische Mönche waren die ersten, die sich im Jahr 963 niederließen. Es folgten Mönche aus Rumänien, Russland und Serbien. Einige von Ihnen haben sich auch in die Einsamkeit der Hänge des Athos zurückgezogen und leben dort unter anderem in Höhlen. Um die Klöster haben sich kleinere Siedlungen, die Skiten genannt, gebildet. Die Häuser für Mönche heißen Kalivia, die für Siedler Kellia. Alle Männer, die den Heiligen Berg besuchen möchten, müssen eine Genehmigung (Besuchsvisum) beantragen, auch die Griechen. Sie alle haben jedoch die Möglichkeit, vom Schiff aus (Berg Athos Ausflug), der Westküste entlangfahrend die Schönheit der Republik zu bewundern. Die orthodoxe Mönchsrepublik mit ihren etwa 2000 Bewohnern, bekannt auch für die Ikonen, die hier seit dem Mittelalter gemalt werden, ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Sithonia -  Die Wilde

Der mittlere der drei Finger wurde nach Sithonia, einem Sohn des Meeresgottes Poseidon benannt. Die zerklüftete, wilde Landschaft dieses Fingers zieht vor allem Naturliebhaber und Reisende an, die abseits des großen Touristenstroms  Zuflucht suchen. Die Küstenlinie ist abwechslungsreich. Malerische Fischerdörfer, idyllische kleine Häfen, einsame Buchten , die von Büschen und Bäumen gesäumt sind. Die Sithonia ist eine Symphonie in blau und grün. Die Vielfalt der Farben und Pflanzen, des Himmels und des Meeres kann mit Worten kaum beschrieben werden. Die meisten Küstenabschnitte sind unbebaut. So manche holprige und unscheinbare Straße endet an einer traumhaften Bucht, wie Sie sie sonst nur von Postkarten aus Karibik kennen. Das grüne und bergige Hinterland Sithonias  - im Frühjahr eine bunte Blütenpracht - reizt zum Wandern in luftiger Höhe. Hier trifft man noch auf Bienenstöcke, Schafs- und Ziegenherden.

Kassándra

Kassándra ist der erste Finger der Halbinsel Chalkidiki, der ganz im Westen liegt. Im Norden ist die Halbinsel sehr schmal, manchmal sogar so schmal, dass man auf beiden Seiten das Meer sehen kann. In der Mitte der Halbinsel beginnt das Gebirge, das sich bis in den Süden zieht. Außerdem kennzeichnet die Insel das grüne Binnenland mit ihren Kiefernwäldern, Olivenhainen und Weizenfeldern. Sie ist der sandreichste der drei Finger, man findet viele Badeorte an den Ufern, die im Sommer teilweise auch sehr überlaufen sind.

Interessante und sehenswerte Orte

Thessaloniki

Die Hauptstadt der Provinz Makedonien ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands, eine Millionenmetropole mit ganz besonderem Reiz. Sie wurde 315 v. Chr. von König Kassandros gebaut und nach seiner Frau Thessaloniki (Halbschwester von Alexander des Großen) benannt. Besuchen Sie das weltberühmte Archäologische und Byzantinische Museum. Bei einer Kurzbesichtigung und Führung sehen Sie beeindruckende Funde der prähistorischen und Hellenischen bzw. Byzantinischen Zeit. Der „Weiße Turm“ das Wahrzeichen der Stadt, die am Hang gelegene Altstadt und die Akropolis und vieles mehr, laden zum Erkunden ein. Viele byzantinische Kirchen, antike Baudenkmäler sind gut erhalten. Zahlreiche moderne Boutiquen laden zum Bummeln ein. Entdecken Sie den orientalischen Wochenmarkt (Kapani und Moudiano) im Stadtzentrum, mit seinem bunten Treiben und Händlern, die lautstark ihre Waren anpreisen

Meteora

Die Felsenlandschaft von Meteora ist weltweit einzigartig. Glatt geschliffene senkrechte Felswände ragen bis 300 m in den Himmel. Heute sind noch 6 von den 16 Klöstern bewohnt, 4 Mönchs- und 2 Nonnenklöster. Erleben Sie ein UNESCO Weltkulturerbe.

Vergina

Unweit von Thessaloniki liegt Vergina, wo Archäologen die sterblichen Überreste von König Philipp II. (Vater von Alexander des Großen) gefunden haben. Vergina gehört neben dem Grab von Tutanchamun und den Terrakotta Soldaten in China zu den wichtigsten und wertvollsten Fundstellen der Welt. Alle Funde sind in einem klimatisierten, ausgesprochen gutgestalteten Museum zu sehen. Dort ist auch die Grabkammer Philipps II. mit Wandmalereien erhalten. Auf einem Hügel unweit des Grabes stehen die Überreste des Palastes aus der Zeit 290 v. Chr.

Petralona

In den 60ern, wurde in Petralona in der Tropfsteinhöhle die ältesten menschlichen Siedlungsspuren des griechischen Festlandes gefunden, ein Lagerfeuer wird sogar auf ein Alter von 700.000 Jahren datiert, ein menschlicher Schädel mit ca. 150.000 Jahren und ist somit älter als der Neandertaler. Außer den vielfältigen Tropfsteinformationen sind einige Gipsfiguren, die das Höhlenleben der Menschen in der Altsteinzeit  veranschaulichen, während des Rundganges zu bewundern.

Souvenirs

Kräuter, Olivenöl, Honig, Keramik, Schmuck, Kunstgegenstände, Lederwaren, einheimische Weine und Spirituosen. Auf Wochenmärkten ist ein günstiger Einkauf von Souvenirs, Kleidung, Schuhen und v. a. möglich. In Thessaloniki  laden natürlich viel mehr Geschäfte zum Einkaufen ein.