DAS PARADIES DER KARIBIK

Geographie

Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik, zwischen dem 18. und 20. Grad nördlicher Breite und dem 68. und 72. westlichen Längengrad, östlich der größten Antilleninsel Kuba. Mit einer Fläche von 48.734 km² bedeckt die Dominikanische Republik, mit etwa zwei Drittel, den Großteil der Insel Hispaniola. Ihre Hauptstadt ist Santo Domingo und hat ca. drei Millionen Einwohner. Sie liegt an der Südküste an der Mündung des Río Ozama.

Klima

Die Dominikanische Republik ist in verschiedene Klimazonen geteilt. Das tropische Klima auf der Insel bedeutet, dass es das ganze Jahr über warm ist. Natürlich gibt es dort auch Jahreszeiten, wie Sommer und Winter, doch unterscheiden sich die Temperaturen nicht wesentlich: So ist es im Winter nur 5 bis 7 Grad kühler als im Sommer. An der Küste ist es praktisch nie unter 20 Grad und im Sommer selten über 34 Grad. Auch das Meer bietet das ganze Jahr über angenehme Badetemperaturen. Kalt dagegen kann es in den höheren Gebieten werden, so zum Beispiel auf dem Pico Duarte, hier gefriert es sogar. Regenmonate sind in der Regel Mai und Oktober, doch hin und wieder können sich die Monate auch verschieben. An der Nordküste regnet es wesentlich häufiger als an der Südküste, daher erlebt man die Nordküste vegetationsreicher und in viel mehr Grüntönen als die Südküste. Die Zeit der Hurrikane liegt zwischen Juli und Oktober. Die Bevölkerung wird rechtzeitig vorgewarnt.

Flora und Fauna

Flora

Tiefster Punkt der Dominikanischen Republik ist der Enriquillo-See (40 Meter unter dem Meeresspiegel) und der höchste der Gipfel des Pico Duarte (3175 Meter). Die unterschiedlichen Höhenlagen in abwechslungsreichem und ausreichend feuchtem Klima sorgen für zahlreiche Klimazonen – von der Steppe bis zum feuchten Dschungel. Mit 8.000 Pflanzenarten, dreimal mehr als Europa hat, bietet die Insel eine erstaunliche Vielfalt. Die Pflanzenwelt ist überwiegend tropisch, üppig und vielfältig. Man sieht vor allem Königspalmen, Kokospalmen, Flammenbäume, Mangroven, Mangobäume und Orangenbäume und Zedern, dazu karibische Pinien in den Bergen sowie Kakteen in den regenarmen Regionen des Süd- und Nordwestens. Orchideen (300 verschiedene Arten) blühen nahezu überall.

In der Dominikanischen Republik gibt es 27 einheimische Palmenarten. Für die Dominikaner ist die Palme – neben dem Zuckerrohr – die wichtigste Pflanze im Land. Sie symbolisiert Freude, Unsterblichkeit und Sieg. Das ist auch der Grund, weshalb die Dominikanische Republik ein Palmblatt auf der Flagge hat. Die eindrucksvollste Palme ist wohl die Königspalme (Roystonea Hispaniola), die über 20 Meter hoch werden kann. Teile dieser Palme sind in jedem dominikanischen Haushalt zu finden, denn die Stämme werden zu Brettern verarbeitet, aus denen die meisten einheimischen Häuser gebaut sind. Viele landwirtschaftliche Geräte sind aus dem Holz der Königspalme angefertigt, z. B. die Ständer zum Kaffee trocknen oder Wasserleitungen. Die Palmwedel werden zur Abdeckung der Dächer benutzt. Die Königspalme blüht das ganze Jahr hindurch und trägt auch Früchte, aus denen Öl gepresst wird, das zur Herstellung von Seife benutzt wird. Nach besonderen Reinigungsprozessen ist das Öl der Königspalme auch für uns genießbar.

Zudem werden die ganzen Früchte in der Landwirtschaft vielfach als Schweinefutter verwendet. Der obere grüne Teil wird von den Dominikanern „yagua“ genannt, dieser enthält ein Mark „palmito“ – das oft im Salat serviert wird und in Europa als Palmherz bekannt ist. In den Bergen wächst die Königspalme nicht. Hier sind die Häuser mit Palmwedeln der ca. 10 Meter hohen Manada-Palme gedeckt. Diese Palme wächst nur in Höhen zwischen 300 und 1.200 Meter über dem Meer. Nicht alle Palmen sind für den Menschen von Nutzen. Die Katey-Palme, die etwa 6 Meter hoch wird, ist mit 5–15 cm langen Dornen bedeckt. Diese Stacheln machen die Kateypalmen zu einer „unantastbaren Persönlichkeit“. Die Macaque-Kokospalme aus Haiti wird nur 2 Meter hoch und erreicht einen Durchmesser von 4–8 cm. Die Haitianer benutzen deren Stamm hauptsächlich als Spazierstock. Aus dem Holz der Yarey-Palme werden Bootsruder gefertigt. Die Cana-Palme kann bis zu 15 Meter hoch werden. Aus ihren Palmwedeln werden Dächer, Hüte, Körbe und auch Besen hergestellt.

Fauna

Große wilde Tiere gibt es in freier Natur nicht mehr, wohl aber Leguane, Krokodile und viele Vögel, besonders Papageien, Kolibris, Störche, Pelikane und Nachtigallen. Schlangen sind zahlreich, aber keine einzige ist giftig. Sehr reich ist die Tierwelt im Wasser. Außer Delphinen begegnet man Barrakudas, Schildkröten und allen Arten von Krustentieren, Langusten, Thunfische, Sägebarsche und Garnelen. Die Bucht von Samana wird von Buckelwalen bevorzugt, die sich dort im Winter paaren.

Sehenswertes

Samana

Auf der Halbinsel Samana, im Osten der Dominikanischen Republik, findet man einsame Strände, kleine Fischerdörfer und unberührte Natur. Von Januar bis März kommen Wale zur Paarung oder zum Gebären in die Bucht von Samana. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, den bis zu 15 Meter langen und 30 Tonnen schweren Buckelwalen beim Springen und Tauchen vom Boot aus zuzusehen. In der Bucht liegt die Insel Cayo Levantado. Diese wird als die Bacardi-Insel vermarktet, auch wenn hier nie ein Rum-Spot gedreht wurde. Aber das Eiland hat wirklich sehr hübsche Strände.

Cibao

In dem milden Bergklima wächst einfach alles: Ananas, Erdbeeren, Reis, Chirimoya (Zuckerapfel), Mais, Kartoffeln, Knoblauch, Papaya und Bananen. Aus dem fruchtbaren Schwemmland unterhalb der Cordillera Central ernährt sich deshalb das ganze Land. In den Dörfern haben sich viele reiche Dominikaner Chalets und Fincas gebaut. Auch Reisende kurz vor dem Tropenkoller, werden die etwas milderen Temperaturen des Hochlandes und der Cordillera Central genießen.

La Romana

Die Stadt selbst, nach der die Region benannt wird, ist eher uninteressant. Aber der fruchtbare Landstrich im Südosten der Insel ist sehr abwechslungsreich. Auf der einen Seite: die Quadratkilometer großen Zuckerrohrfelder und die Rinderweiden. Dann das gigantische Luxus- und Sportresort Casa de Campo, in dessen 150 Villen millionenschwere Stars und Promis wohnen. Und dazu noch die menschenleeren Strände rund um den kleinen Ort Bayahibe. Die unberührte Natur befindet sich in einem der schönsten Nationalparks der Insel, dem Parque Nacional del Este.

Punta Cana

Wer nur Strand, Sonne und Palmen sucht, ist hier goldrichtig. Ein Luxushotel reiht sich an das nächste, der Strand ist endlos. Allerdings sind die Anlagen sehr isoliert. Hier gibt es nur wenige kleine Dörfer. Die nächste Stadt, Higüey, ist eine Stunde entfernt, nach Santo Domingo brauchen Sie einen halben Tag.

Barahona

Hinter der Industriestadt Barahona liegt eine der vielfältigsten Regionen der Dominikanischen Republik. Karge Wüste und riesige Kakteengebiete rund um den Lago Enriquillo, tropischer Regenwald und viele saubere Flüsse in der Sierra de Baoruco. Touristisch ist Baoruco noch weitgehend unerschlossen. Einziger Nachteil: Man badet an Kiesstränden, und die Wellen sind oft sehr hoch. Die Einheimischen planschen am liebsten in den „balnearios“, den Naturschwimmbecken der Flüsse.

Puerto Plata / Sosua

Zwei Jahrzehnte boomte der Tourismus in der Region Puerto Plata, an der Atlantikküste der Insel. Die Stadt Puerto Plata ist wie Santo Domingo, eine Stadt der Kontraste; Slums und Armut in den Randbezirken, architektonischer Charme im Zentrum. In den achtziger Jahren ist, wenige Kilometer weiter, an der Playa Dorada, eine riesige Ferienanlage entstanden. Sosua ist die Hochburg der deutschen Einwanderer.

Geschichte

Bevor Columbus im Jahre 1492 diese Insel „Hispaniola“ taufte, hieß die Insel – von ihren indianischen Einwohnern benannt – „Aiti“, was so viel wie gebirgiges Land bedeutet. Durch die spanischen Kolonialherren wurden die natürlichen Goldvorkommen im Westen des Landes abgebaut. Für die Minenarbeit wurden hauptsächlich Indios beschäftigt. Bald jedoch starben diese unter der großen Last der ungewohnten Arbeit. Anstelle der Indios wurden nun afrikanische Sklaven eingesetzt, die durch nachdrängende französische Siedler in das Land gebracht wurden. 1697 wurde der Westteil unter dem Namen Saint Domingue offiziell zur französischen Kolonie, während sich die Spanier zunächst mit dem Ostteil zufrieden gaben. Der Versuch der Spanier, sich mit aufrührerischen, afrikanischen Sklaven zu verbünden, um die Franzosen zu vertreiben, misslang. Dafür wurde 1804 die erste schwarze Republik unter dem Namen Haiti ausgerufen. Haiti versuchte, seinen Machtbereich sogar bis in den spanischen Ostteil auszudehnen, im Jahr 1844 konnte die Dominikanische Republik dann, durch den Patrioten Juan Pablo Duarte, ihre Unabhängigkeit erringen.

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