ZEITLOSE, MEDITERRANE SCHÖNHEIT

Geschichte


Seit Jahren ist Kroatien ein sehr beliebtes Urlaubsziel vieler Menschen. Ein Grund dafür ist die weitreichende und interessante Geschichte des Landes. Begonnen hat diese Geschichte mit den ersten Siedlern Kroatiens – den Illyrern, deren Ursprung bereits im 8. Jh. v. Chr. nachgewiesen werden konnte. Im 6. Jh. v. Chr. hatten die Illyrer Schiffsverkehr mit den Griechen, welche anschließend die Adriaküste in Beschlag nahmen. Doch der Stamm der Illyrer kämpfte gegen die Eindringlinge, sodass die Römer lediglich an der Adriaküste blieben und nicht das Landesinnere besiedelten.

Im 3. Jh. v. Chr. bildete der damalige König Agron mit den Illyrern den Staat Illyrien. Doch wie bereits zuvor, kamen die Römer nach einer gewissen Zeit aufs Land und eroberten Illyrien erneut, sodass die damalige Bevölkerung fortan für die Römer arbeiten musste. Anschließend unterteilten die Römer Illyrien in zwei Teile – Pannonien und Dalmatien. Durch die Teilung des römischen Reichs 396 n. Chr. fiel Dalmatien unter die Herrschaft Ostroms. Alle weiteren Teile Kroatiens gingen in der Völkerwanderung durch viele Hände anderer Länder, letzten Endes landete Kroatien 489 n. Chr. in den Händen der Ostgoten, welche jedoch bereits 553 n. Chr. untergingen, sodass Kroatien fortan dem byzantinischen Kaiserreich angehörte. Dessen damaliger Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos wollte das Land vor den Awaren schützen und rief daher die Bewohner Kroatiens dazu auf, in die römischen Provinzen Pannonien und Dalmatien zu ziehen. Parallel dazu nahmen die Kroaten das Christentum an. Diesen Glauben hatten sie von den Römern.

Durch die Zeit der kroatischen Fürstentümer, im 8. Jh. n. Chr., wurde nach der Krönung von Tomislav das kroatische Königreich gegründet. Dieses umfasste das erste Mal seit langem alle Gebiete Kroatiens, ausgenommen Istrien. Dazu zählten auch Slawonien, Teile von Bosnien und Dalmatien. Doch mit der Zeit fehlten den Fürsten die Nachkommen der Könige, sodass Ungarn schließlich Erbansprüche an Kroatien geltend gemacht hat. Um das damalige Königreich vor Angriffen der Osmanen zu schützen, wurde letzten Endes die Personalunion mit Ungarn gegründet, wo 1091 Almos der neue Herrscher Kroatiens wurde.

Dennoch fiel Dalmatien und Istrien fortan unter Venedigs Herrschaft. Das Gebiet Dubrovnik blieb jedoch stets unabhängig. Trotz aller Gegenversuche konnte das osmanische Reich von 1451 bis 1699 die Oberhand über Kroatien gewinnen, jedoch gingen alle von Ungarn eroberten Gebiete an die Habsburger. Diese gewannen im 17. Jahrhundert gegen die Osmanen, sodass Iaso, Slawonien und Ungarn ab 1699 vollständig befreit wurden. Dalmatien und Istrien gehörten in Zeit napoleonischer Herrschaft zu Österreich. Dies hielt
jedoch nur bis 1813 an, da anschließend Kroatien wieder zwischen Österreich und Ungarn geteilt wurde.

Am Ende des ersten Weltkrieges (1918) löste sich Kroatien mit allen anderen südslawischen Ländern von Österreich und Ungarn. Durch den Einmarsch italienischer Truppen beschloss jedoch der Nationalrat, Kroatien, Serbien und Slowenen als ein Königreich zu bezeichnen. Doch viele Kroaten waren mit der serbischen Übermacht und der Staatsform der Monarchie nicht zufrieden, sodass viele Bauernparteien demonstrierten. Die Folge daraus spiegelt sich in vielen Auseinandersetzungen zwischen Bürgern und Staat wieder. Daraufhin verbot der damalige Diktator König Aleksandar sämtliche Parteien und nannte das Königreich fortan Jugoslawien. Dieser wurde 1934 in Marseille ermordet. Kurz darauf folgte 1939 der zweite Weltkrieg, wo sich Jugoslawien dem Dreimächtepakt anschloss. Deutschland eroberte anschließend im April 1941 in nur wenigen Wochen Jugoslawien. Diese konnten die Deutschen bei ihrem Einmarsch in Südeuropa in keinster Weise aufhalten. Jedoch wurde ein Tag später, am 10. April 1941, mit Unterstützung der Achsenmächte unter Führung des Ustascha Diktators Ante Pavelic, die Unabhängigkeit Kroatiens ausgerufen. Dies geschah sogar unter Zustimmung des Deutschen Reichs. Am Ende des zweiten Weltkrieges (1945) integrierte sich Kroatien als eine von sechs Teilrepubliken in die „Föderative Volksrepublik Jugoslawien“. Durch die guten Verhältnisse zwischen dem dortigen Regierungschef Tito und Stalin wurde in der Republik nach und nach der Sozialismus eingeführt. Dahingehend wurden die Gebiete anschließend in „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ umbenannt.

Doch in den 60er Jahren waren die Kroaten trotz des wachsenden Tourismus und der Industrialisierung mit der damaligen Staatsform unzufrieden. Sie sehnten sich nach der Unabhängigkeit. Dieser Wunsch wurde grade durch den Tod des beliebten Diktators Tito im Jahr 1980 und den daraus folgendem Wirtschaftseinbruch verstärkt, sodass die demokratische Partei HDZ bei den ersten Wahlen 1990 stark an Zuspruch und Beliebtheit gewann. Anschließend wurde im Dezember 1990 die Verfassung der Republik Kroatiens veröffentlicht, welche die Unabhängigkeit Kroatiens andeutete. Doch die zentrale Regierung wollte dies mit allen Mitteln verhindern, sodass viele Angriffe der Volksarmee im Unabhängigkeitskrieg stattfanden. Gut fünf Jahre später beendeten mehrere Abkommen den Krieg zwischen Bürgern und Volksarmee, sodass sich Kroatien sowohl touristisch, als auch wirtschaftlich erholen konnte. Zudem erkannten Deutschland und Österreich im November 1991 Kroatiens Unabhängigkeit an. Die Volksarmee hatte durch die anschließend verfassten Waffengesetze keine Möglichkeit mehr, gegen Kroatien zu kämpfen, sodass diese anschließend ihren Krieg nach Bosnien-Herzegowina verlagerten. Die Einwohner dieses Landes suchten schließlich Schutz in Kroatien. Am 6.11.1996 wurde Kroatien offizielles Mitglied des Europarates, und im Oktober 2003 bewarb sich Kroatien als EU-Beitrittskandidat. Am 28.6.2013 trat das Land der EU bei.

Land und Leute

Kroatien zählt aktuell rund 4,4 Millionen Einwohner, wovon allein rund 800.000 Menschen in Kroatiens Hauptstadt Zagreb wohnen. Von den Einwohnern sind 90% die Kroaten selbst, mit einem Anteil von 4,5% leben Serben in dem Land. Die restliche Bevölkerung ist ein Mix aus allen anliegenden Nachbarländern (Bosniaken, Albaner, Ungarn, Italiener, Roma, Slowenen etc.), wodurch Kroatien generell als sehr multinational bezeichnet wird. Dennoch sind auch viele Kroaten durch den Krieg in den 90er Jahren nach Ungarn, Österreich und Deutschland geflüchtet und haben dort ihre Wurzeln geschlagen. Das Land ist sehr katholisch geprägt. Dies belegen die rund 88% der Einwohner, welche dem römisch-katholischen Glauben angehören. Lediglich 4,4% sind serbisch-orthodox, 1,3% muslimischen Glaubens und die restlichen Einwohner konfessionslos. Doch trotz der vielen unterschiedlichen Glaubensrichtungen sind die Kroaten allesamt sowohl sehr gastfreundlich, als auch hilfsbereit, dennoch auch sehr reserviert. Diese Art der Zurückhaltung sollte grade in einem so touristischen Land unbedingt respektiert werden.

In den Beziehungen untereinander herrscht in Kroatien noch die klassische Rollenverteilung: Der Mann geht arbeiten, die Frau regelt den Haushalt und kümmert sich um Kind und Hof. Bei feierlichen Anlässen lassen sich die Menschen in Traditionsgewändern blicken, diese bunten Volkstrachten sind jedoch heute nur noch selten zu sehen. Es zeigen sich jedoch auch in diesem Land einige Unterschiede zwischen den Menschen, die auf dem Land leben und den Stadtmenschen. In der Zeit zwischen 12–15 Uhr herrscht auf dem Land die bekannte und beliebte Siesta. In den Städten ist die Mittagszeit Stoßzeit für einen sehr hektischen Stadtbetrieb.

Geographie

Die Republik Kroatien liegt im Osten Europas und ist bei einer Landesfläche von rund 56.500 qm² fast doppelt so groß wie das deutsche Bundesland Brandenburg. Fast 1.185 Inseln zählen zu Kroatien, wovon jedoch nur 67 Inseln bewohnt sind. Im Norden grenzt das Land an Slowenien, im Nordosten zählt Ungarn als direkter Nachbar Kroatiens und kann sich im Nordwesten als Balkanhalbinsel bezeichnen. Bosnien-Herzegowina grenzt im Südosten an. Die weltbekannte Adria Küste ist die Grenze zwischen Kroatien und dem Meer.

Geographisch gesehen unterteilt man Kroatien oftmals in drei Teile: die touristische Küstenregion, das Karstland in der Landesmitte und das Flachland im Nordosten des Landes. Dort ist der Boden des Landes überwiegend mit Roterde bedeckt (Terra Rossa). In der touristischen Küstenregion hat die bekannte Adriaküste eine Länge von stolzen 1.800km. Zählt man dazu noch die davor liegenden Inseln, so besitzt Kroatien eine Küstenlänge von insgesamt 5.835 km. Der südliche Teil des Landes besteht hauptsächlich aus verkarsten Kalkgebieten, dort befindet sich auch der höchste Berg Kroatiens, der Ucka, welcher eine Höhe von 1.396 m besitzt. Prozentual weist das Land einen Waldanteil von ca. 35% auf. Ungefähr 57% des Landes zählen als Acker und Felder, zum Anbau von Getreide, Kartoffeln, Obst, etc. Der Staat Hrvatska (zu Deutsch: Kroatien) zählt als eine der 30 wasserreichsten Staaten der Welt – dies ist wahrscheinlich der dortigen, sehr organisierten Wasserordnungspolitik zuzuschreiben, da diese strenge gesetzliche Regelungen für Gewässer, Küsten, Wassernutzung etc. vorschreibt.

Wirtschaft

Der Krieg im damaligen Jugoslawien wirkte sich sehr negativ auf die kroatische Wirtschaft aus. Daher wächst diese seither nur relativ langsam, jedoch befindet sich Kroatien nicht in einer Wirtschaftskrise. Im Vergleich zu Deutschland wird trotz des prozentual hohen Landschaftsanteils nur wenig Landwirtschaft betrieben. Es werden lediglich 2/3 der Fläche aktiv genutzt, sodass der Anbau von Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben keine wichtige Einnahmequelle des Landes darstellt. So verhältnismäßig irrelevant die Landwirtschaft in Kroatien ist, umso wichtiger ist für die dortige Wirtschaft der Bergbau, da das Land sehr reich an Bodenschätzen, wie beispielsweise Erdöl, Erdgas und Braunkohle ist. Aber auch die gut fortgeschrittene Industrie von Eisen-, Stahlwerken, Erdölraffinerien und sogar Textilien sind ein wichtiges Standbein der kroatischen Wirtschaft. Haupteinnahmequelle ist vor allem der stets wachsende Tourismus, welcher sich jährlich auf rund 10 Millionen Urlauber beläuft und damit die Wirtschaft maßgeblich prägt.

Zu Kroatiens größten Handelspartnern gehören beispielsweise Deutschland, Österreich, Italien und die Niederlande. Der Regierung macht jedoch im Moment die relativ hohe Arbeitslosenquote mit 17,5% (Stand April 2015) sehr zu schaffen. Dazu kommt noch, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 auf rund 80,84 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist, die Staatsverschuldung sich jedoch verdoppelt hat. Das jährliche Durchschnittseinkommen eines Kroaten ist für Europäische Verhältnisse mit ca. 11.438 € eher gering.

Klima

Mit rund 2.600 Sonnenstunden jährlich und den im Juli durchschnittlichen 10 Sonnenstunden am Tag, ist Kroatien für viele Reisende das Reiseziel schlechthin. An beachtlichen 200 Sonnentagen im Jahr kommen ca. 10 Millionen Touristen ins Land, um dort die schönste Zeit des Jahres zu verbringen. Dies ist bei einer Badesaison von Mitte Mai bis Ende September aber auch allzu gut nachvollziehbar. Im Sommer beträgt die durchschnittliche Wassertemperatur an der Adria rund 24 Grad Celsius. Dort ist das Klima relativ feucht und mediterran, was sehr sonnige, aber auch trockene Sommer zur Folge hat. 30 Grad Celsius ist durchschnittliche Höchsttemperatur zu dieser Zeit an der Küste.

Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, dass ein sogenannter „Bura“ auftritt. Dieser kalte und trocknende Fallwind weht vom Festland in Richtung Meer. Der Fallwind tritt zwar häufig nur im Winter auf, dennoch ist dieses Phänomen auch im Sommer möglich, wobei die „Bora“ dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h erreichen kann. Im Winter finden sich verhältnismäßig wenige Touristen in dem Urlaubsland ein, da die dortigen Winter mit 5–7 Grad Celsius eher mild und feucht sind. Doch sowohl im Herbst, als auch im Frühling lädt das Land mit seiner farblichen Vielfalt Menschen gerne zum Wandern oder Flanieren ein. Im eher weniger touristischen Teil des Landes, dem Landesinneren herrscht ein kontinentales Klima, mit Tageshöchsttemperaturen im Sommer von rund 28 Grad Celsius und kalten 5 Grad Celsius im Winter.

Flora

Auf dem kroatischen Boden aus Roterde fühlen sich viele Pflanzen und Bäume zuhause. Der Waldanteil in Kroatien liegt bei stolzen 35%. Davon sind jedoch fast 95% des Waldbestandes Mischwälder. Der Staat hat von allen Bäumen rund 81% in Besitz, die restlichen 19% gehören privaten Bürgern. Gut 1/6 der Waldfläche bilden Laubwälder, der Rest besteht aus Nadelwäldern. An der Küste finde man jedoch hauptsächlich mediterrane Hartlaubgehölze, Pinien und Kiefernwälder. Die Zahl der Pflanzenarten lässt sich auf gut 5.000 Arten beziffern, welche sich auf dem ganzen Land verteilen. Durch die unterschiedlichen Klimazonen findet man stets und ständig unterschiedliche Pflanzen an jedem Ort. Einige Pflanzen an der Küste blühen sogar das ganze Jahr über. Doch die wichtigste Pflanze der Kroaten ist deren Nationalblume, die blaue Iris. Diese sieht man hauptsächlich im April wachsen, dafür jedoch im ganzen Land.

Fauna

In den gebirgigen Orten Kroatiens kann man sowohl Braunbären, Goldschakale, Luchse als auch Wölfe entdecken. Doch nicht nur zu Lande gibt Kroatien einiges her: In der Luft findet man Gänsegeier, Steinadler und Schlangenadler. In den Sumpfgebieten sind sowohl verschiedene Reiherarten, als auch der Sichler zuhause. Sollte man sich für einen Besuch in einem Nationalpark Kroatiens entscheiden, so kann man dort die in Mitteleuropa bereits ausgestorbenen Weißschwanzseeadler, Eisvögel, Zwergseeschwalben und Bienenfresser beobachten.

Auch nahe der Küste ist für jeden Tierliebhaber etwas dabei. So gibt es dort vermehrt mehrere Schildkrötenarten, Eidechsen, Geckos und Schlagen. Beim Blick aufs Meer entdeckt man bei viel Glück auch Delfine und Mittelmeermönchsrobben. Kurze Anmerkung am Rande: Der Dalmatiner kommt ursprünglich aus Kroatien, speziell in der Gegend der dalmatischen Küste, woher der Dalmatiner auch seinen Namen hat.

Interessante Orte

Norddalmatien

Norddalmatien zeichnet sich durch die Unterregionen Sibenik und Zadar aus und ist durch die wunderschönen einsamen Buchten grade bei Yachtbesitzern und Seglern recht beliebt. Norddalmatien kann drei wunderschöne Nationalparks zählen, welche unterschiedlicher nicht sein können.

Nationalpark Krka (Wasserfälle)

Eine atemberaubende Flusslandschaft, faszinierende Schluchten, unzählige Festungsruinen, Wasserfälle, Seen, eine einsame Klosterinsel. Dies alles, und noch zahlreiche weitere Attraktionen bietet der einzigartige Nationalpark Krka. Der gleichnamige Fluss „Krka“ ist stolze 72 Kilometer lang und zählt aufgrund seiner vielen Stromschnellen, Wasserfällen und weiteren Prozesse als einer der schönsten Flüsse Europas.

Nationalpark Paklenica

Im südlichsten Teil von Velebit gelegen, findet man den eindrucksvollen Park Paklenica. Die dort lebenden Tiere reichen von Raubvögeln zu Bären, Rehen, Füchsen hin bis zu Hirschen und Wildschweinen. 
Highlight: Die zwei eingeschnittenen Schluchten Velika und Mala Paklenica, welche sich mit vielen Höhlen hinab in das Meer ziehen. Professionelle Bergsteiger und Alpinisten versuchen jährlich, an diesem schweren Berg ihr Können unter Beweis zu stellen. Doch auch für Wanderanfänger bietet dieser Park allen einen unvergesslichen Ausblick auf die Wunder der Natur.

Nationalpark Kornati
Trotz der bereits zuvor beschrieben Nationalparks Norddalmatiens ist der Nationalpark Kornaten ein noch viel größeres Spektakel! Denn dieser besteht aus 89 Inseln, wovon sich die Hauptinsel „Kornat“ nennt. Die phantasievoll geformten Inseln laden im Sommer zahlreiche kleine Boote und Jachten durch das Insellabyrinth hin zu kleinen Buchten ein. Doch auch für Sportler bietet dieses Naturspektakel einen unvergessliches Abenteuer: Auf rund 220 km² kann man in Begleitung von ausgebildeten Tauchern die Unterwasserwelt des Nationalparks entdecken. Boote und Bootsausflüge können ganz einfach bei verschiedenen Anbietern auf der Insel Murter, sowie auf dem Festland, gebucht werden. Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist der Park mit seinen unzähligen Riffen und Buchten selbst, doch auch sollte man dort unbedingt bei den Illyrischen Ruinen, der Festung Turet und der Felsplatte Nagazinova Skrila vorbeischauen.

Zadar

Zadar – Eingangstor zur Region Dalmatien mit einer 3.000-jährigen Geschichte. Diese Stadt hat fast 80.000 Einwohner und liegt auf einer Halbinsel, welche sich getrennt von der Neustadt befindet. Römische Bauwerke und alte Stadtmauern aus dem Mittelalter geben einem das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt zu sein. Am Platz „Gruß der Sonne“ befindet man sich an dem einzig modernen Teil der Halbinsel. Traumhafte Badebuchten, zahlreiche Restaurants und Bars und dalmatinische Küche in den Abendstunden lassen einen Besuch in Zadar unvergesslich werden. Doch auch muss unbedingt die Meeresorgel, das Forum und den Volksplatz Narodni trg besucht werden.

Dubrovnik

Die Perle der Adria – so nennen die Kroaten ihre geliebte Stadt Dubrovnik, welche jeder Besucher Kroatiens schon mal gesehen haben muss. Die ganze Altstadt gilt seit 1979 als UNESCO Weltkulturerbe. Die rund 43.000 Einwohner (Stand 2011) sind zu 90% Kroaten. In Dubrovnik kann man wunderbar die alte Stadtmauer betrachten, welche eine stolze Länge von 1.948 m misst. Auch sollten dort unbedingt die zahlreichen Paläste, Kirchen und Festungen besichtigt werden. Anschließend kann man sich in den vielzähligen Restaurants die Spezialitäten Süddalmatiens auf der Zunge zergehen lassen. Wie an so vielen mittelalterlichen und historischen Orten, wird auch hier der ein oder andere Game of Thrones-Fan einige Gebäude und Sehenswürdigkeiten aus der Serie wiedererkennen.

Festungsanlage in Ston

Jeder kennt die weltbekannte chinesische Mauer. Doch kaum einer weiß, dass in Ston, einer Stadt im Süden Kroatiens, die zweitlängste Festungsmauer steht. Diese ist dementsprechend auch die längste Festungsmauer Europas. Im 14. Jahrhundert wurde die „Stoner Mauer“ von der Stadt Dubronvnik zum Schutz der Salzgewinnungsanlagen erbaut. Da diese Mauer die beiden Städte Ston (500 Einwohner) und Mali Ston (200 Einwohner) miteinander verbindet, ist der Ausflug zur Mauer auf jeden Fall einen Besuch wert. Bei einer Länge von 5,5 km entdeckt man 20 Wehrtürme und sieben Bastionen, die seit dem 15. Jahrhundert existieren. In Ston selbst kann man laut einigen Kritikern in den dortigen Restaurants die Besten Muscheln und Austern des Landes essen.

Nationalpark Mljet

Auf rund 5.375 ha Land und Meer können Naturfreunde den Nationalpark auf der Insel Mljet in all seinen Facetten bewundern. Seit das Gebiet 1960 zum Nationalpark ernannt wurde, versucht die Regierung damit seither, das ursprüngliche Ökogebiet der Adria zu schützen. Aussichtspunkte, wie beispielsweise der Gipfel Montokuc, bieten Besuchern einen unvergesslichen Einblick in Mutter Natur. Der Park umfasst zwei Salzseen, das Benediktinerkloster und mehrere Dörfer. Die Insel Mljet selbst ist bei einem Waldanteil von über 90% die am stärksten bewaldete Insel im Mittelmeer, wovon hauptsächlich Steineichen und Kiefern vorhanden sind.

Lokrum

Ein beliebtes Ausflugsziel in Süddalmatien ist die unbewohnte Insel Lokrum, welche vom Altstadthafen Dubrovniks einfach mit dem Boot zu erreichen ist. Die verhältnismäßig kleine Insel (1.600 m mal 500 m) steht unter Naturschutz der UNESCO und gilt als ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aller Welt. 1023 wurde von den Benediktinermönchen eine Abtei gegründet, welche jedoch 1667 durch ein Erdbeben vollkommen zerstört wurde. Jahre später errichtete der damalige Erzherzog Maximilian von Habsburg dann an der gleichen Stelle ein Schloss und lies einen Park errichten. Im Süden der Insel Lokrum gibt es den Salzsee „Mrtvo More“ (Totes Meer). Auch zum Baden ist die Insel durch die vielen Strände ideal geeignet.

Mitteldalmatien

Zwischen Süd- und Norddalmatien erstreckt sich die Region Mitteldalmatien mit folgenden wunderbaren Sehenswürdigkeiten: Der Diokletianpalast in Split, die Stadt Split, die Insel Hvar, die Insel Brac sowie die Halbinsel Korcula.

Split

Die von den Kroaten inoffiziell ernannte „Hauptstadt Dalmatiens“ ist bereits 1.700 Jahre alt und kann seither aktuell rund 16.700 Einwohner zählen, wovon rund 86% der römisch-katholischen Kirche angehören. Die malerische Hafenstadt liegt auf einer Halbinsel der Adriaküste und lebt hauptsächlich vom Schiffsbau, der Fischerei, dem Weinanbau und dem Tourismus. Doch Split ist auch Knotenpunkt für alle Schiffe zwischen Kroatien und seinen Inseln. Zum romantischen Spazieren gehen lädt die Uferpromenade „Riva“ ein. Diese Promenade beginnt unterhalb der Mauern des Diokletianpalastes und versorgt ihre Besucher nicht nur mit zahlreichen Cafés, sondern bietet auch abwechslungsreiche Unterhaltung in Form von Straßenkünstlern, Sängern und Tänzern.

Insel Hvar

Hvars 13.000 Einwohner können voller Stolz von sich behaupten, auf einer der zehn schönsten Inseln der Welt zu wohnen, gleichgestellt mit Hawaii, den Bahamas oder gar den Malediven. Abgeschiedene Küsten, wunderschöne und saubere Strände und ein tolles mediterranes Klima locken jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Beliebtester Strand dort ist die Sandbucht von Palmizana. Bekannt ist Hvar zusätzlich durch den Oliven- und Weinanbau sowie den auf der Insel weit verbreiteten Lavendel. Doch einmal auf Hvar, muss man unbedingt zu den Pakleni Inseln. Diese liegen in Sichtweite von Hvars Altstadt und werden oft auch Hölleninseln genannt.

Insel Brac

Erfrischende Südwinde und das immergrüne Eiland zählen zu den Charaktereigenschaften der Insel Brac, welche seither rund 15.000 Einwohner beherbergt. Die Einwohner der Inseln nutzen ihre rund 396 km² zum Anbau von Wein, Olivenöl, Sauerkirschen und Mandeln. Die bekannteste Attraktion Bracs ist das goldene Horn.

Korcula

In der Region Dalmatien liegt mit einer Einwohnerzahl von knapp 16.000 Einwohnern die Insel Korcula. Dieser erstreckt sich in einer Länge von 48 km bei einer Breite von nur 8 km. Hauptstadt der Insel ist die gleichnamige Stadt Korcula, welche nur etwas größer als die Hafenstadt Vela Luka ist. Die Besonderheit der Insel: Der weltberühmte Seefahrer Marco Polo soll auf dieser Insel geboren und aufgewachsen sein.

Süddalmatien

Die Region, welche sich von der Grenze Montenegros bis hin zur Makarska Riviera erstreckt, hat folgende wunderschöne Sehenswürdigkeiten: die Stadt Dubrovnik, die Festungsanlage bei Ston, der Nationalpark Mljet und die Insel Lokrum.

Istrien

Old Town
Istriens Altstadt „Old Town“ in Rovinj ist bei vielen Besuchern durch die wunderschönen kleinen Gassen, den Restaurants und alten Gebäuden beliebt und gilt fortan als schönste Stadt Istriens. Die Stadt im venezianischen Stil hat einiges kulturelles zu bieten: der Balbi-Torm, das Rathaus mit roter Turmuhr, das Franziskanerkloster oder den Palast der Familie Califfi aus der Zeit des Barocks.

Amphittheater Pula
Das Amphitheater in Pula konnte zur Zeit der Römer rund 23.000 Besucher aufnehmen. Es ist auch bis heute noch eines der größten Amphitheater. Damals stand auf dem Unterhaltungsprogramm für die Zuschauer „Brot und Spiele“. Darunter konnte man sich Tierhetzen, Gladiatorenkämpfen und sogar die Nachstellung von Seeschlachten anschauen. Erbaut wurde dieses Kunstwerk 2 Jahre vor, bis 14 Jahre nach Christus vom damaligen Kaiser Augustus. Im Untergeschoss des Theaters kann ein Museum besichtigt werden, welches die Geschichte des Weinbaus in römischer Zeit darstellt. Heute passen lediglich noch 5.000 Besucher in das Theater, welches einige Zeit lang für Film Festivals, Opern, Konzerte und Theater seine Pforten öffnete. Sogar einige große Legenden wie Sting, Elton John, Anastacia und sogar Luciano Pavarotti traten dort auf. 2012 wurde dort ein Eishockey-Spiel verrichtet.

Jama Grotta Baredine
Seit 1995 öffnet die Höhle „Baredine Jama- Grotta“ täglich für viele Besucher ihre Pforten. Die Höhle gilt als geomorphologisches Naturdenkmal und bietet mit seinem 300 Meter langen Pfad einen eindrucksvollen Blick in die Grotte. Eine Führung dauert ca. 40 Minuten und die Temperatur in der Höhe beträgt angenehme 14 Grad Celsius.

Glavani Park
Wenn man in Kroatien Aktion haben will, sollte man unbedingt den Hochseilgarten „Glavani Park“ besuchen. Dieser bietet mit einer Größe von über vier Hektar alles, was das Adrenalinherz begehrt. Von zahlreichen Kletterparcours, welche komplett durch den Park gehen, bis hin zu einer Zip-Line (Drahtseilrutsche), die die Besucher bei einer Länge von 113 Metern über Bäume fliegen lässt. Durch die Einteilung der Parcours in verschiedene Schwierigkeitsgrade ist für Anfänger bis Profis alles dabei.

Hum
Hum, die „kleinste Stadt der Welt“, liegt mit ihren ca. 20 Einwohnern in der Region Istrien. Das mittelalterliche Stadtbild ermöglicht es den Besuchern, sich in die damalige Zeit zu versetzen. Verstärkt wird dies mit dem Besuch der Kirche Maria Himmelfahrt, welche 1609 erbaut wurde. Durch das große und eindrucksvolle Stadttor gelangt man anschließend zur Altstadt. In Hum gibt es nur ein einziges Restaurant: die Humska Konoba. Die dortige Küche ist sehr traditionell, schmeckt jedoch zu echtem istrischen Wein und der Spezialität von Hum, dem Biska Schnaps, fantastisch. 

Kvarner Bucht

Kvarner bietet Reisenden hauptsächlich mit seiner Insel „Krk“ einmalige Eindrücke Kroatiens. Doch auch Kvarner selbst kann folgende spektakuläre Sehenswürdigkeit anbieten:

Nationalpark Plitvicer Seen
Kroatien kann nicht nur mit vielen wunderschönen Städten beeindrucken – auch zählt Kroatiens größter Nationalpark „Plitvicer“ als einer der ältesten und bekanntesten Nationalparks Südeuropas.Dieser befindet sich im Karstgebiet in Norddalmatien und grenzt an Bosnien-Herzegowina. Die UNESCO Kommission ernannte den Nationalpark 1979 als Weltnaturerbe. Dieses Welterbe lockt mit seiner ca. 300.000 ha großen Fläche jährlich über eine Millionen Besucher aus aller Welt an. Diese erleben durch den extremen Höhenunterschied eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzen und Tiere. Der Nationalpark bietet sich ideal zum Radfahren und Wandern an. Besichtigen kann man das Weltnaturerbe jedoch auch mit Elektrobooten, Panoramazügen und Wandertouren.

Naturpark Ucka
Zum Naturpark zählt zum einen das Ucka Gebirge, als auch ein Teil der Cicarija Bergkette. Highlight des Parks ist vor allem der Gipfel Vojak. Der darauf liegende Aussichtsturm wurde 1911 errichtet und gibt seinen Besuchern einen faszinierenden Ausblick auf die Region Istrien und sogar auf die Alpen und Italien. Beliebtes Wanderziel im Naturpark ist die Quelle Korita, von welcher aus man einen schönen Blick zum Gebirge Ucka hat. Doch auch für Sportsfreunde bietet der Naturpark einiges: Vom Wandern, zu Radtouren, Freeclimbing und Reiten ist für jeden Geschmack etwas da.

Krk

Aquarium Baska
Das Aquarium in Baska bietet sowohl Jung, als auch Alt ein einmaliges Erlebnis der Unterwasserwelt. Mit seinen über 100 Fischarten und 200 Muschel- und Schneckenarten bringt das Aquarium auf einer Fläche von 200 m² den Menschen den Bezug zu der einmaligen und reichhaltigen Unterwasserwelt näher.

Kathedrale
Die „Kirche der Maria Himmelfahrt“ hat eine sehr lange Geschichte zu erzählen. Sie ist der Mittelpunkt des Bistums und gilt mit seinem unverwechselbaren Zwiebelturm als Wahrzeichen der Altstadt von Krk. Errichtet wurde die Kathedrale im 6. Jahrhundert und besitzt im Inneren eine gotische Silber-Madonna. Sowohl der marmorierte Altar, als auch die barocke Holzkanzel sind die Schmuckstücke der Kathedrale.

Beliebte Strände

Aufgrund der Vielzahl an Inseln, welche Kroatien aufweist sowie die unendlich lange Adria Küste, gibt es für die Besucher dieses Landes einige Strände zu besuchen. Von Badebuchten, zu feinen Kiesstränden, Sandstränden bis hin zu Felsbuchten ist für jeden Sonnenanbeter etwas dabei. Qualitativ hochwertige Strände erkennen Sie an der internationalen Auszeichnung „Blaue Flagge“, welche bereits viele Strände Kroatiens für sehr gute Strände ausgezeichnet hat. Bei Sandstrandliebhabern ist vor allem die ganze Region um Nin ein Paradies. Dabei gilt der Strand Kraljicina mit seinen drei Kilometern Länge als absolutes Highlight. Dieser Strand bietet allen Besuchern einen entspannten Urlaub in kroatischer Sonne. Kinder können in dem feinen Sand wunderbare Sandburgen bauen, die Erwachsenen können sich bei einem kalten Getränk abkühlen und Abenteuerlustige beim Tretbootfahren Kroatiens Buchten erkunden.

Sofern Sie mal einen Tagesausflug auf die Insel Murter planen, besuchen Sie unbedingt die Strände Luke, Slanica, Podvrske und Cograde in der Stadt Murter. In Tisno ist sowohl der Kiesstrand Jazine, als auch der Strand Sv. Andrija sehr beliebt. Dieser befindet sich am Rande von Tisno, wo man nicht viele Menschen antrifft. Zrce – Partystrand in Novalja auf der Insel Pag. Mittlerweile weltweit bekannt und viele Partyurlauber bezeichnen Zcre als „das kroatische Ibiza“. Mit den vielen Clubs am Strand, zusätzlichen Cafés und Bars kommen im Sommer täglich viele Leute zum Party machen an den Strand. Dabei genießt man das klare und saubere Wasser im Sonnenschein. Auf der Halbinsel Puntamika, welche nur einen Kilometer vom Stadtzentrum Zadar liegt, findet man den Plaza Borik Beach. Dieser Kies- und Felsstrand ist umgeben von Kieferwäldern und Olivenbäumen und wird oftmals auch von der lokalen Bevölkerung besucht.

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