Die Zuckerinsel

Geographie

Die Republik Kuba liegt in der nordwestlichen Karibik, das zu Mittelamerika zählt. Sie ist die größte Insel der karibischen Inseln und die westlichste der Großen Antillen. Die geringste Entfernung zu den USA ist die Entfernung zu den Key West, die den südlichsten Punkt der USA bilden, sie beträgt ca. 140 Kilometer. Im Süden wird sie in ihrer ganzen  Länge vom Karibischen Meer, im Nordwesten vom Golf von Mexiko und im Nordosten vom Atlantischen Ozean umgeben. Die Insel ist ca. 1.250km lang und knapp 192 km breit, ihre Gesamtfläche beträgt 110.922 km². Zu Kuba gehören rund 4.195 kleine Inseln, die Größte davon ist die Isla de la Juventud (2.204 km²). Kuba besitzt über 5.700 km Küste mit fast 300 Stränden.

Die Landschaft Kubas Landschaft ist sehr vielfältig und abwechslungsreich, man findet weite, niedrige Regionen bis hin zu steil abfallenden Küstenabschnitten oder flachen und sumpfigen Abschnitten. Kuba ist von Ebenen und Hügeln geprägt, von denen die Gebirgsgruppe Sierra Maestra mit dem Pico Turquino (1.974 m) und das Escambraygebirge (1.156 m) das zur Gebirgsgruppe Guamuaya die Höchsten sind: auf den Hügeln findet man Pinienwälder und Kaffeeplantagen, wohingegen auf den flachen Ebenen Zuckerrohr, Citrus, Tabak, Reis usw. angebaut wird. Die Küstenregionen sind von schneeweißem Sand und Palmen gezeichnet, das Meer schimmert in den unterschiedlichsten Blautönen und lädt zum Baden ein.

Klima

Kuba liegt in den Randtropen, etwas unterhalb des nördlichen Wendekreises. Sein subtropisches Klima zeichnet sich durch ganzjährig heißes Klima mit einer jährliche Durchschnittstemperatur von 25ºC und einer hohe Luftfeuchtigkeit aus. Ursache dafür sind der Nordpassat und die warme karibische Meeresströmung. Von Mai bis Oktober herrscht hier die Regenzeit, die sich in kurzen aber heftigen Regenschauern ausdrückt. Von Anfang Juni bis Ende November können Orkane vorkommen. In der Zeit von November bis April, gibt es oft Kältewellen, die oft Niederschläge mit sich bringen, die Temperaturen sind im Vergleich zum Sommer gemäßigter.

Flora und Fauna

Der bekannteste Baum, der auch zugleich das Wahrzeichen Kubas ist, ist die silberfarbene Königspalme (Palma Real), die bis zu 50 Meter hoch wachsen kann. Mit ihrem schlanken hohen Stamm, der jedem noch so starken Sturm standhält, steht sie als Sinnbild für das kubanische Volk, das ebenso unbeugsam ist. Weiterhin ist sie vielseitig verwendbar: aus dem Stamm werden Bretter geschnitten und Möbel gebaut, mit den Wedeln deckt man die Häuser und die Früchte dienen als Pferde- und Schweinefutter. Die Nationalblume ist die weiße Schmetterlingsblume (Mariposa), die im Herbst blüht. Zahlreiche Zierpflanzen wie Flamboyant, Oleander, Hortensien, Hibiskus und Bougainvillea wachsen auch auf der Insel. 

Kubas Tierwelt ist nicht sehr artenreich. Säugetiere findet man relativ selten: die einzigen größeren Wirbeltiere sind die „almiqui“ (langschnauziger Insektenvertilger) und die „jutia“ (Baumratte). Beide Arten stehen unter Naturschutz. Eine besondere Spezies findet man dennoch: die vom Aussterben bedrohte „manati“ – Seekuh, die auch als „hässliche Meerjungfrauen“ bezeichnet werden. Das selten auftretende kubanische Krokodil ist in den Zapata-Sümpfen zu Hause. Der kleinste Frosch der Welt, der kubanische Pygmäenfrosch und der kleine Vogel der Welt, der Kolibri „zunzuncito“ sind hier ebenfalls beheimatet. Der Nationalvogel „Tocororo“ trägt sein Gefiederkleid in den Farben rot, blau, weiß – die Farben der kubanischen Flagge – und stirbt in Gefangenschaft: das wiederum symbolisiert den Freiheitsdrang der kubanischen Bevölkerung. Von den vorkommenden Arten gibt es oft nicht viele Vertreter. Lediglich das Insektenreich ist hier groß: so gibt es auf Kuba über 7.000 Insektenarten. 

Dennoch: die farbenfrohe, vielfältige Unterwasserwelt Kubas entschädigt die Fauna an Land: ca. 900 verschiedene Fische sind hier zu entdecken. Darunter der Papageienfisch, der Doktorfisch, der Kugel- und Nadelfisch, außerdem beherbergt die Unterwasserwelt Kubas entlang der Silberroute auch zahlreiche Schätze von versunkenen Schiffen, die damals auf Schatzsuche waren und oftmals von Piraten oder der stürmischen See gekentert wurden.

Sehenswertes

Cardenas

Die Stadt Cardenas ist 10 km von Varadero entfernt. Sie eignet sich als Tagesausflugsziel von Varadero aus, um einen Eindruck vom kubanischen Alltagsleben zu bekommen. Mittelpunkt der Stadt ist der Parque Colon mit einer prächtigen Kolumbus-Statue. Auch die Kathedrale mit bunten Glasfenstern befindet sich hier. Die aus Eisen konstruierte Markthalle mit einer 16 m hohen Kuppel sowie das wertvolle Museum Oscar Maria de Rojas sind ebenfalls einen Besuch wert. 

Cardenas ist die Stadt der erstmaligen Ereignisse:

  • Im Jahre 1847 wird vom deutschen Naturforscher Johannes Christoph Gundlach das erste Museum für Naturkunde auf Kuba gegründet
  • Im Jahre 1850 wurde hier zum ersten Mal die kubanische Flagge gehisst
  • Hier wurde zum ersten Mal der Havanna Club Rum hergestellt.
  • Im Jahre 1862 wurde das erste Denkmal an Christoph Columbus in Lateinamerika offiziell enthüllt.
  • Im Jahre 1884 wird die erste Zuckerraffinerie von Kuba in Betrieb genommen.
  • Cardenas ist die erste Stadt auf Kuba mit elektrischer Straßenbeleuchtung (1889). 
  • Cardenas war die erste Stadt, die 1898 beim kubanisch-spanisch-US-Krieg bombardiert wurde, wobei die US-Flagge zum ersten Mal auf Kuba gehisst wurde. 

Cayo Largo

Die östlich der Isla de la Juventud gelegene Insel zählt zu den touristisch am intensivsten genutzten und besten ausgebauten Ferienregionen Kubas. Das Touristenparadies mit den Traumstränden par excellence dehnt sich über eine Breite von 3 km und eine Länge von 25 km aus und bietet seinen Besuchern über die weißen Puderzuckerstrände hinaus eine faszinierende Unterwasserwelt.

Cienfuegos

Die Stadt Cienfuegos liegt an der Südküste von Kuba. Sie verfügt über einen attraktiven und geschützten Naturhafen. Von hier aus geht die bestens ausgerüstete Fischereiflotte auf Garnelenfang. Aber auch der Zuckerexport und das Zementwerk tragen zur Prosperität der Stadt bei. Diese entwickelte sich bereits seit dem 18. Jahrhundert zum Schutz vor Piraten des für den Handel hervorragend geeigneten Hafens das Castillo de Jagua errichtet wurde. Cienfuegos wurde zum Handelszentrum für Tabak, Zucker und Früchte. Ein Großteil der in den Zeiten des großen Wohlstandes errichteten Herrschaftshäuser ist auch heute noch zu bewundern.

Escambray-Gebirge

Wenige Kilometer nördlich von Trinidad liegt das Escambray-Gebirge, eines der drei größten Gebirge Kubas. Hier erleben Sie die üppige Pracht des Urwaldes und Naturattraktionen wie den Aussichtspunkt Mirador del Caribe, der bei guter Sicht einen fantastischen Ausblick über die Escambray und das karibische Meer erlaubt.

Havanna

Die Hauptstadt mit ihren mehr als 2 Millionen Einwohnern liegt an einem geschützten Naturhafen im Nordwesten der Insel. Nach der Gründung im Jahre 1519 nahm die Stadt bereits einen rasanten Aufschwung, da sie als Durchgangsstation und Anlaufpunkt für Expeditionen in die Neue Welt hervorragend geeignet war. Doch auch die zahlreichen Piraten waren sich dieser Situation bewusst, so dass die Stadt und die aus dem Hafen auslaufenden Schiffe häufigen Überfällen ausgesetzt waren. Nichtsdestotrotz konnte sich die inzwischen zur Hauptstadt Kubas ernannte Hafenstadt prächtig weiterentwickeln und war nach dem Bau einiger Befestigungsanlagen besser in der Lage, sich zu schützen.

Mehr als ein Jahrhundert später kam die Stadtmauer hinzu, die als weiterer Schutzwall, diesmal vor den Engländern gedacht war. Und nochmals, fast ein Jahrhundert später, im August 1762, fiel die Stadt tatsächlich in die Hände der Engländer. Doch die Herrschaft der Engländer war nicht von langer Dauer, da sie die Stadt gegen Florida eintauschen konnten. Havanna hingegen entwickelte sich zur blühenden Metropole des gesamten karibischen Raumes, und 1863 musste die Stadtmauer eingerissen werden, um Raum für eine weitere Expansion zu schaffen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl bei einer viertel Million angelangt, obwohl zahlreiche widrige Umstände und heftige Verluste während des Unabhängigkeitskrieges dagegen sprachen. Nach dem Kriegsende nahm der Einfluss der Amerikaner auf die Stadt seinen Lauf. Spielcasinos und Bordelle schossen wie Pilze aus dem Boden. Aber auch zahlreiche wichtige Infrastruktureinrichtungen wurden unter dem Einfluss der Amerikaner verwirklicht, so z.B. der Bau eines Tunnels unter der Hafeneinfahrt, der eine weitere Ausdehnung der Stadt in östlicher Richtung ermöglichte. Die Stadt umfasst ein Gebiet von fast 745 km2 und ist in 15 Stadtteile (Municipios) gegliedert. Grob kann man die eigentliche Stadt in drei Teile unterteilen: Vedado, Centro und Vieja (Altstadt, Zentrum Havanna und Neustadt). Vedado ist der neuere Teil, Vieja die Altstadt, und Centro liegt dazwischen und bildet die Brücke zwischen beiden Teilen. Dazu kommen noch diverse Stadtteile und Vororte.

Matanzas

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz wurde im Jahre 1690 gegründet und konnte sich schon früh dank des hervorragenden Naturhafens, sowie des fruchtbaren Hinterlandes zum Zentrum für das Zucker produzierende Gewerbe entwickeln. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt ein wenig verschlafen, aber sowohl wirtschaftlich als auch kulturell hat sie einiges zu bieten und darüber hinaus wäre schon alleine der Anblick der zahlreichen hübschen Brücken, sowie die alten, im spanischen Kolonialstil erbauten Gebäuden einen Besuch wert.

Pinar del Rio

Pinar del Rio ist die größte Stadt westlich von Havanna. Sie liegt am Rande der Sierra de los Organos, durch die wiederum das höchst reizvolle Valle de Viñales verläuft. Hauptwirtschaftsfaktor der gesamten Provinz ist der Tabakanbau, der angeblich die besten kubanischen Zigarren hervorbringt. Neoklassizistische Gebäude sowie ein paar gut erhaltene Jugendstilvillen kennzeichnen das Bild der Stadt.

Santiago de Cuba

Die südlichste Stadt Kubas breitet sich vor der Sierra Maestra in einer natürlichen Bucht zur Karibik hin aus. Gegründet um 1514 von Diego Velazquez, dem ersten Gouverneur Kubas, war sie bis 1549 Inselhauptstadt. Nirgendwo scheint Kuba ursprünglicher, freundlicher zu sein, nirgendwo scheint der Reisende mehr das Gefühl zu haben, auf einer karibischen Insel zu sein als hier in Santiago de Cuba.

Schweinebucht

Die wegen der Invasion der Exilkubaner bekannte Bucht befindet sich an der Südküste von Kuba. In ihrer Nähe erstreckt sich die Halbinsel Zapata. Die von Mangrovensümpfen durchzogene Landzunge wurde zum Nationalpark deklariert, da sie Nistplatz für zahlreiche schon vom Aussterben bedrohte Vogelarten ist und außerdem auch zahlreichen Zugvögeln einen warmen Platz zum Überwintern bietet. 16 verschiedene Reptilienarten, darunter auch Krokodile, sind hier auch zu finden.

Trinidad

Die Stadt Trinidad ist das vollendete Vermächtnis der spanischen Kolonialherren an die heutige Zeit. Wunderschön erhaltene Straßen aus Kopfsteinpflaster sowie herrschaftliche Gebäude und Paläste, zwischen denen kaum eine Spur des 20. Jahrhunderts zu entdecken ist. 1514 wurde die Stadt gegründet, in der Hoffnung, in den nahen Wasserläufen Gold zu finden. Später wurde sie Ausgangspunkt für Expeditionen in die Neue Welt, denn dort wurden weitaus größere Goldvorkommen entdeckt, so dass für Trinidad die Rolle des Umschlagplatzes für Waren und Sklaven übrig blieb. Daraus entwickelte die Stadt ihre wirtschaftliche Prosperität, die sich in den herrlichen Gebäuden widerspiegelt. Leider geriet sie nach der Sklavenbefreiung und dem damit verbundenen drastischen Rückgang in der Zuckerproduktion ziemlich in Vergessenheit und konnte bis heute unversehrt bleiben. Aus diesem Grunde wurde die Stadt von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen und unter Denkmalschutz gestellt.

Viñales

Das reizende Städtchen Viñales liegt ca. 25 km nördlich von Pinar del Rio in einem atemraubenden Tal. Hier ragen die sogenannten „mogotes“ hervor, dicht bewucherte Kalksteinkegel. Die mächtigen Felspfeiler waren Teil eines Höhlensystems, dass schon vor Millionen von Jahren zusammenbrach und uns diese Stalaktitenüberbleibsel hinterließ. Auch unterirdisch sind noch einige Höhlengänge sowie ein unterirdischer Fluss zu bewundern.

Varadero

Varadero liegt auf der Halbinsel Hicaco und ist nur durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Der Strand von Varadero ist mehr als 20 km lang. Die Straßenaufteilung erfolgt nach dem amerikanischen Prinzip in Avenidas und Calles (Straßen). Das beliebteste Ferienzentrum Kubas war in vergangenen Zeiten Refugium für nordamerikanische Millionäre, die in ihren Privatvillen einige Zeit des Jahres verbrachten. Insbesondere der Millionär Dupont war 1959 im Besitz von fast der Hälfte der Stadt. Seine Villa, in der das ganze Jahr über mehr als 100 Menschen beschäftigt waren, um das herrschaftliche Haus auf die zwei Wochen vorzubereiten, in denen er dort residierte, steht heute zur Besichtigung offen. Auch die Villen anderer amerikanischer Millionäre wurden 1959 enteignet und dienen heute einem anderen Zweck, denn sie wurden mehrheitlich zu mehr oder weniger luxuriösen Hotels umgebaut. Darüber hinaus schießen noch immer zahlreiche neue Hotelanlagen wie Pilze aus dem Boden; der Ort dehnt sich so immer mehr aus, aber noch ist genügend Platz vorhanden auf der in die Länge gezogenen Halbinsel, die wie ein schlanker Finger ins Meer ragt. 

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