DIE VULKANINSEL

Die Insel

Lanzarote, auch die Insel der hundert Vulkane genannt (tatsächlich sind 110 registriert), ist die nordöstlichste Insel des zu Spanien gehörenden Archipels und liegt 125 km von der afrikanischen Küste entfernt. Die größte Ausdehnung von der Punta Fariones im Norden bis zur Punta de Papagayo im Süden beträgt (Luftlinie) 55 km, an seiner breitesten Seite misst das Eiland 21 km. Mit einer Fläche von 850 km² ist Lanzarote die viertgrößte kanarische Insel und hat derzeit ca. 139.000 Einwohner (Stand 2010). Im Norden schließt sich eine Gruppe kleiner, zum Teil winziger, Inseln an, das sogenannte „Archipielago Chinijo“: La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara, Roque del Este, Roque del Oeste. Im Süden befindet sich zwischen Fuerteventura und Lanzarote die „Isla de Lobos“. Sowohl das „Chinijo Archipel“ als auch „Los Lobos“ stehen unter Naturschutz. Der gesamte kanarische Archipel bedeckt eine Fläche von ca. 7.500 km² und besteht aus sieben größeren und einigen kleineren – zumeist unbewohnten – Inseln. Die größte Insel ist Teneriffa mit 2.053 km², die zweitgrößte ist Fuerteventura mit 1.722 km² und an dritter Stelle Gran Canaria mit 1.532 km². Die anderen Inseln sind Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Alle diese Inseln sind vulkanischen Ursprungs, jede hat jedoch ihren eigenen Charakter.

Klima

Lanzarote hat ein Halbwüstenklima mit geringen Niederschlägen (140 mm/Jahr) und liegt in den ständig wehenden Passatwinden. Der Einfluss der kalten Meeresströmung mildert dieses Klima erheblich ab, so dass die Jahresdurchschnittstemperatur bei 21°C liegt und die Temperaturschwankungen sehr gering sind. Der kälteste Monat ist der Januar und der heißeste der August. Die hohe Anzahl an Sonnenstunden ist auch ein wichtiges Merkmal. Der Monatsdurchschnitt liegt bei 250 Stunden. Die Wassertemperatur liegt zwischen 17°C und 23°C an der Oberfläche. Aufgrund der subtropischen Lage ist die Insel fast das ganze Jahr über unter dem Einfluss von Hochdruckgebieten.

Flora

Auf der Insel wachsen spontan 612 Pflanzenarten (Farne und Pflanzen mit Blüten), von denen die meisten als heimisch betrachtet werden können. Die Vegetationsform, die am meisten vorzufinden ist, ist dorniges Gestrüpp, das sich durch Täler und über Hänge zieht. Die Palmen findet man auf dem Grund von Schluchten und Tälern und vor allem an den Rändern der alten Anbauterrassen. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Palmenhain von Haria.

Die Bougainvilla ist die farbenprächtigste Pflanze der kanarischen Inseln. Wer ist nicht schon vor einem Haus, hier auf den Kanaren, mit einer üppig rankenden Hecke in leuchtenden Farben, mit Erstaunen stehengeblieben! Die kräftigen Farben und der üppige Wuchs der Bougainvilla bezaubern immer wieder den Betrachter. Die Bougainvilla, oder volkstümlich auch Papelera oder Papierblume genannt, wurde von dem französischem Weltumsegler Bougainville (1729– 1811) entdeckt und nach ihm benannt. Es ist wohl die farbenprächtigste, immer-blühende Pflanze auf den Kanaren. Ihre intensiven Farben rot, lila, violett und orange entzücken immer wieder den Blumenfreund. Die Bougainvilla ist eine rankende Pflanze mit verholzten, langen stacheligen Trieben und langanhaltenden Blüten. Die Blüten sind eigentlich Hochblätter, wie sie auch bei dem Weihnachtsstern wachsen. Die Blüten sind dünne, gelbliche Röhrchen inmitten von drei Hochblättern. Sie öffnen sich nachts und deshalb gehört die Bougainvilla zu den Nachtblühern, obwohl sie uns mit ihrer Farbenpracht auch von morgens bis abends erfreut. Die Bougainvilla zählt wohl zu den schönsten und am meist bekanntesten Pflanzen der kanarischen Inseln, obgleich sie keine Rarität in der Pflanzenwelt ist. Das Ursprungsland ist die Südsee. Unter den Heilpflanzen gilt die Aloe Vera Pflanze als unbestrittene Königin. Bereits seit tausenden von Jahren greifen die Menschen auf diese Pflanze zurück. Vor allem bei Haut- und Brandverletzungen wie Sonnenbrand, bei Pilzbefall, Gastritis und eitrigen Geschwüren wusste man um die lindernden Eigenschaften dieser Aloe Vera Pflanze.

Fauna

Ohne Zweifel sind die wirbellosen Tiere, und unter ihnen die Insekten, die zahlreichsten auf dem Archipel und deshalb auch auf Lanzarote. Was Lanzarote anbetrifft, so sind zwei Arten erwähnenswert: Eine fossile, die Antophoren und eine lebende, die Koschenillen (Schildlaus), die einen großen Einfluss auf die Landschaftsgestaltung haben. Diese Insekten hatten in der Vergangenheit eine große wirtschaftliche Bedeutung, denn aus ihnen wurde ein roter Farbstoff für die Kosmetik und Lebensmittelindustrie gewonnen. Die Präsenz von Wirbeltieren auf der Insel ist ziemlich ärmlich, und nur die Vögel zeichnen sich durch einen relativen Artenreichtum aus. Auf dem Archipel haben Lanzarote und die zugehörigen Felseninseln die meisten brütenden Spezies, die zum Teil heimisch sind. Oft machen diese Tiere hier auch nur auf ihren Wanderungen Station. Die unbewohnten Küsten von Lanzarote, die Tümpel, Lagunen, Salinen und andere Feuchtgebiete dienen den Vögeln als “Wohn-, Schlaf- und Essstätte”, wobei die Arten je nach Jahreszeit variieren.

Eine kurze Geschichte des kanarischen Archipels

Geschichtlicher und geologischer Ursprung der kanarischen Inseln sind heute noch Gegenstand vielfältiger Forschungen, aber auch Spekulationen. Der zunehmende Bekanntheitsgrad durch den wachsenden Tourismus hat in den letzten Jahren zahlreiche Wissenschaftler und Forscher auf den Plan gerufen. Seit einigen Jahren scheint das Rätsel um die Herkunft der Guanchen, der Ureinwohner der Inseln, gelöst zu sein. Im Sommer 1991 wies der britische Wissenschaftler Michael R. Eddy in einer umfangreichen Studie nach, dass die Guanchen mit Sicherheit aus Afrika stammen, einen berberischen Dialekt sprachen und in die afrikanische Kultur integriert waren. Ausgrabungen im Norden Teneriffas im September 1992 bestätigten diese Theorie. Auf einem 20 cm großen Stein waren Symbole eingraviert, die zweifelsfrei den Namen des Berberstammes Zanata ergaben. Mit Hilfe der Ausgrabungen konnte auch nachgewiesen werden, dass die Stammesmitglieder der Zanata aus dem Gebiet des heutigen Mauretanien stammen und im dritten Jahrhundert christlicher Zeitrechnung den kanarischen Archipel anliefen.

Erstmal namentlich erwähnt wurden die kanarischen Inseln von dem römischen Schriftsteller Plinius dem Älteren, der etwa 40 v. Chr. in seinem Buch „Naturalis Historia“ eine Inselgruppe beschrieb, deren Eilande von großen Hunden bewacht gewesen seien (lateinisch canis = Hund). Eine der Inseln nannte er Canaria. Als sicher gilt auch, dass die Inseln schon um 1100 v. Chr. den alten phönizischen Seefahrern und den Karthagern bekannt waren. Einigen Dichtern der griechischen Klassik nach, befanden sie sich jenseits der Säulen des Herkules (den Grenzen der damals bekannten Welt) und wurden als „Hesperiden“ oder „elysische Felder“ bezeichnet. Als wahrscheinlich gilt, dass bereits Hanno der Karthager (5. Jh. v. Chr.) mit der Inselgruppe in Berührung kam.

Die Entstehung des kanarischen Archipels gilt als noch nicht eindeutig geklärt. Die wahrscheinlichste Hypothese vermutet, dass die Inseln infolge einer langjährigen vulkanischen Tätigkeit am Meeresboden entstanden sind, die sich im Kanoeozoikum vollzogen hat. Andere Interpretationen unterstützen die Theorie, dass der Archipel der Kanaren sich während der langsamen aber unaufhaltsamen Kontinentalverschiebung gebildet hat. Die vulkanische Natur der kanarischen Inseln wird durch eine intensive eruptive Aktivität bestätigt, die im Tertiär begonnen und sich bis in unsere Tage erhalten hat (letzter Ausbruch auf der Insel El Hierro 2011). Es finden sich sowohl aktive als auch ruhende Vulkane und Kessel (Bandama-Krater bei Las Palmas) auf den Inseln. Morphologisch besteht das Gebiet selbst zum größten Teil aus Magma-, Vulkan- und Auswurfgestein. Die ´„glücklichen Inseln“ (Vergil) gerieten im hohen Mittelalter in Vergessenheit, da ihre Wasser so gefährlich waren, dass sie sogar die arabischen Seefahrt-Experten einschüchterten. An der Wende des 13. zum 14. Jahrhunderts wurden die kanarischen Inseln von italienischen Seefahrern wiederentdeckt. Man weiß von einem Versuch des Genuesen Vivaldi (1291), während Petrarca noch einmal die Eroberung der Inseln durch eine genuesische Flotte schildert. Im Jahre 1341 brach eine kleine Flotte mit genuesischer, florentinischer und kastilischer Besatzung im Auftrag Alfons IV. von Portugal zu den Kanaren auf. Der Eroberungsversuch scheiterte ebenso wie die zahlreichen portugiesischen Expeditionscorps im Auftrag Prinz Heinrichs des Seefahrers zwischen 1394 und 1460.

Am 24. Juni 1478 (Stadtgründung von Las Palmas) landet Juan Rejon, Kriegshauptmann in Diensten der spanischen Königin Isabella, an der Stelle des heutigen Las Palmas, wo der Barranco Guiniguada ins Meer mündet. Der fast fünf Jahre währende Eroberungskrieg wurde mit der Kapitulation der letzten Kanarios am 29. April 1483 beendet, aber erst 1512 überwand Spanien den unbeugsamen Widerstand der Guanchen, indem es das Eingeborenenvolk des Archipels vernichtete. Im August 1492 machte Christoph Kolumbus mit seinen drei Schiffen auf seinem vermeintlichen Weg nach Indien Station auf Gran Canaria und La Gomera. Von hier aus startete er zur Atlantiküberquerung, die zur Entdeckung Amerikas führte.

Interessante Orte

Arrecife

Die Hauptstadt von Lanzarote und gleichzeitig kleinste Inselgemeinde hat eine Menge kleiner, der Küste vorgelagerter Inseln, die bei Flut regelmäßig überschwemmt werden. Sie geben der Küste ihren besonderen Charakter. Zuerst zu nennen wäre El Islote de las Cruces. Länglich und parallel zur Küste gelegen, schützt er Puerto Naos. Es schließt sich El Islote del Francés, weitläufig, felsig und mit mehreren Buchten versehen, an. Die wichtigste der Inseln aber ist El Islote de San Gabriel oder del Castillo. Die Kaimauer des antiken Hafens von Arrecife endet dort. Die dort befindliche Burg wurde im 16. Jahrhundert von den Herreras, den einstigen Feudalherren der Insel zur Verteidigung der Hauptstadt gegenüber einfallenden Piraten erbaut und nach ihrer Zerstörung im 18. Jahrhundert durch Morato Arráez rekonstruiert. Sie ist durch eine Zugbrücke, vom Volksmund „Puente de Bolas“ genannt, mit der Stadt verbunden. Westlich davon und parallel zur Playa del Reducto befindet sich El Islote del Reducto. Die einzigartige Schönheit dieser unvergleichlichen Rifflandschaft kommt besonders gut bei Rückkehr per Schiff in den Hafen zum Tragen. Die Hauptstadt liegt zwischen zwei wichtigen Touristikzentren, Costa Teguise und Puerto del Carmen, in Hafennähe und nicht weit vom Flughafen entfernt. Mehr als ein Drittel der Inselbewohner leben hier. Haupteinnahmequellen sind die Seefahrt und Nebengewerbe.

Unbedingt zu besichtigen sind:
· El Castillo de San José, Museum für moderne Kunst mit Werken von Picasso, Miró, Cesar Manrique und Künstlern aus aller Welt. Die Festung liegt westwärts gerichtet auf einem Felsenriff und verfügt über Restaurationsbetriebe mit Blick auf Puerto Naos und Puerto de los Mármoles.
· Ein anderes ungewöhnliches und interessantes Eckchen der Stadt ist El Charco de San Ginés, ein kleiner Binnensee mit Kirchlein und der ältesten Fischersiedlung und, obwohl es heute nicht mehr unbedingt Fischer sind die dort wohnen, ist doch der ursprüngliche Charakter erhalten geblieben.
· Nennenswert in Arrecife ist auch die Calle Real, die schnurgerade, flankiert von alten Bauten, auf die Strandpromenade mit Parkanlage zuführt.

Haría

Viele der Naturschönheiten/-wunder liegen in diesem Territorium. Haría liegt im Norden der Insel. Zum Gemeindegebiet gehört ein Teil des Famara-Massivs sowie die höchste Erhebung Lanzarotes, Penas del Chache (670 m) und der wunderschöne Vulkan Monte Corona aus Schichtgestein, von dem ungeheure Landverwüstungen, hier Malpaís genannt, ausgingen. Malpaís (schlecht und Land, schlechtes Land, unfruchtbares Land) heißen sie, weil sie bestehend aus erstarrten Lavamassen zur völligen Unfruchtbarkeit des Bodens führten. Die relative Unwegsamkeit des Geländes, das beeindruckende Panorama und die unterirdischen Vulkangänge machen Haría zu einem touristisch hochinteressanten Gebiet. Im Haría-Tal sind viele Baumbestände, vor allem Palmen, wie sie sonst nirgendwo auf der Insel anzutreffen sind. Aber die größten Touristenattraktionen sind zweifellos Los Jameos del Agua und Cueva de los Verdes. Diese Wunder der Natur, einmalig in der Vulkangeschichte, sind dem Tourismus zugänglich gemacht worden, ohne ihre Ursprünglichkeit und Schönheit zu beeinträchtigen. Jameos del Agua ist ein 200 m langer Teil eines Vulkanstollens mit einem kristallklaren See, entstanden durch Eindringen von Meereswasser. In diesem See leben die einzigen blinden Albino-Krebse der Tiefseefauna. Diese einzigartig schöne Stätte wird von Zeit zu Zeit zum Konzertsaal oder Versammlungsraum für künstlerische Veranstaltungen hohen Niveaus. La Cueva de los Verdes befindet sich auf einem anderen Teilstück desselben Vulkanstollens. Es handelt sich um Höhlen hohen geologischen Wertes. Sie sind für den Tourismus mit ausgezeichneter Beleuchtung und Akustik ausgestattet worden und verfügen über einen großen Konzertsaal. Die zu diesem Höhlensystem gehörenden Gänge sind weltberühmt und einmalig. Sie sind mehr als 6 km lang, den unter dem Meer liegenden Teil nicht eingerechnet, und sind in ihrer ganzen Länge erforscht, ein Weltrekord in der Höhlenforschung. Unbedingt genannt werden muss auch der „Mirador del Rio“, erbaut von Cesar Manrique, dem großen Künstler Lanzarotes. Er ist am Nordzipfel auf einen Steilfelsen gebaut. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf das nördliche, zu Lanzarote gehörende „Chinijo Archipel“: La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara und Los Roques. Vom Hafen Órzola aus kann man nach La Graciosa übersetzen. Der Ort bezieht seine Bedeutung aus der Versorgungsfunktion für die einzige bewohnte Insel des Chinijo Archipels.

San Bartolomé

Auf der Ostseite der Insel gelegen, verfügt diese Gemeinde über sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheit (Vulkanerde verschiedenen Typs und Vulkangestein) und eine große landschaftliche Vielfalt. Ein relativ kleiner Küstenstreifen (Playa Honda und Guacimeta) besteht aus feinstem Sand, teilweise aus dem El Jable Naturschutzgebiet (im Westen bei Famara) angetrieben. Das landwirtschaftlich genutzte Gebiet im Inneren der Insel ist wunderschön. Fast alle Anpflanzungen sind mit einer tiefschwarzen Vulkanaschenschicht (Picón) bedeckt, von der sich das Grün der Rebstöcke leuchtend abhebt und der Landschaft eine eigene Note gibt. El Islote, Gebiet mit gleichnamiger Ortschaft, nimmt den gesamten Nordwesten dieses Territoriums ein. Ein enormes Meer erstarrter Lava füllt hier einen einstigen Talkessel und der Weinbau, in Vertiefungen mit Mauern aus Vulkanstein zum Schutz vor den teilweise sehr starken Winden, erreicht hier seine volle Blüte. Es handelt sich um eine zweifellos sehr arbeitsaufwendige Art von Landwirtschaft, denn nicht selten müssen bis zu 5 oder 6 Meter überwunden werden, bis man auf fruchtbaren Boden stößt. Mag die Landschaft auf den ersten Blick auch noch so trostlos erscheinen, sie belebt sich zusehends, wenn man beim Durchfahren die Weinstöcke und versteckten Feigenbäume in den von den Bauern angelegten Befestigungen entdeckt. Man kann nicht von San Bartolomé sprechen, ohne die dort angepflanzten batatas (Süßkartoffeln) zu erwähnen. Sie werden hauptsächlich im weißen Wanderdünengürtel El Jable angebaut. Die Kirche San Bartolomés ist wegen ihrer Architektur ein weiteres besichtigungswürdiges Objekt. Und schließlich soll das absichtlich in das geographische Zentrum der Insel gesetzte Monumento al Campesino in der Nähe des Dorfes Mozaga genannt werden. Es ist Cesar Manriques Werk zu Ehren der Inselbauern. Neben der überdimensionalen Skulptur befindet sich ein kleines Museum mit typischen inseleigenen Arbeitsgeräten und Haushaltsgegenständen.

Teguise

Auch wenn Teguise seit 1852 nicht mehr Hauptstadt Lanzarotes ist, erinnern die schönen, vornehmen Häuser doch an die einstige, wichtige Rolle. Die Atmosphäre wird von Herrenhäusern, alten Klöstern und prächtigen Palästen bestimmt, sodass der Ort, Zentrum der gleichnamigen Region, fast einem Museum für Kirchenund Städtebau gleicht. Es handelt sich um eine der ältesten Städte der kanarischen Inseln mit schmalen Straßen, Kopfsteinpflaster, schönen Gebäuden mit üppigem Fensterschmuck, reich verzierten Balkonen und Bauten aus behauenen Steinquadern. Obwohl viele Häuser der ersten Generation, Monumente und Kunstwerke durch Piratenangriffe im 16. und 18. Jahrhundert zerstört wurden, ist Teguise eine makellos schöne Stadt. Es wäre schwierig, alle Sehenswürdigkeiten der Region Teguise aufzuzählen. Einige wollen wir aber nennen: El Palacio de los Spinola, die Burg Santa Barbara auf dem Berg Guanapay aus dem 16. Jahrhundert direkt in den Berg hineingebaut, La Ermita de San Rafael, die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe und das Franziskanerkloster Miraflores, in dem sich ein sehenswertes Heiligenbild, möglicherweise aus Genua, befindet. Das Kloster Santo Domingo und die Kirche Veracruz sind zwei weitere wichtige Kirchenbauten. Teguise ist flächenmäßig die größte Inselgemeinde. Ebenso wie Yaiza und Haría verfügt sie über einen Küstenanteil auf beiden Inselseiten. Die Ostseite ist eher flach und weist viele schöne Strände und malerische Buchten, vereinzelt durch Steilfelsen, auf. Dieser Teil, als Costa Teguise bekannt, ist heute Sitz eines ausgedehnten Ferienzentrums. Die Nordküste besteht aus zwei ziemlich verschiedenen Teilstücken: einem langen, weißen Sandstrand, Playa de Famara, und einem hochgelegenen Steilküstenstreifen einzigartiger Schönheit, die Famara Steilküste. Bezüglich der Nordwestküste wären die beiden zu Lanzarote zählenden Inseln La Graciosa und Alegranza zu nennen. Nicht zu vergessen sind die archäologischen Funde in Zonzamas, Zeugen primitiver Kunst.

Tías

Tías liegt im Mittel-/Südteil der Insel und ist eher durch die Nähe zu Meer bestimmt. Es gibt außerordentlich schöne, aus feinkörnigem Sand bestehende Strände mit vereinzelten Felsen. Auf diesem Küstenstreifen befinden sich die wichtigsten Touristenzentren Lanzarotes. Eines der größten ist Puerto del Carmen, an einer Bucht entlang gebaut, in der noch immer Fischerboote anlegen, sodass sich Fischeratmosphäre mit ausgezeichneten Hotel-, Freizeit- und Kultureinrichtungen verbindet. Zwischen Puerto del Carmen und Peñas del Burro liegt Playa Grande, ein ausgesprochen schöner Strand von 1 km Länge mit ganz klarem Wasser. Richtung Norden schließt sich die Playa de los Pocillos und hinter Punta de Piedras de Cimas noch verschiedene, durch Felsvorsprünge getrennte Strände an. Der Ort Tías selbst liegt landeinwärts auf einem sanft abfallenden Bergrücken. Es handelt sich um ein gut mit der Landschaft harmonierendes Dorf. Weiter landeinwärts, angrenzend an die Gemeinde San Bartolomé und im Herzen der Insel, befindet sich das total durch Lavagestein und -asche bestimmte Tal La Geria (UNESCO Weltkulturerbe), eine für Lanzarote sehr charakteristische Landschaft. Sie spiegelt die Erfindungsgabe der Inselbewohner im Kampf mit der kargen Landschaft aber fruchtbarem Boden wieder. Überall sind kreisförmige Vertiefungen, gesichert mit Mäuerchen aus aufgeschichtetem Lavagestein (Zocos) zum Schutz der Anbauprodukte, anzutreffen. Auf diese Weise wird der berühmte Malvasía-Wein, ein goldfarbener, hochprozentiger aber erfrischender Weißwein, gewonnen. Der Malvasía-Wein zeugt vom Sieg der Inselbewohner über den scheinbar unfruchtbaren Boden dieses Erdflecks.

Tinajo

Die Gemeinde Tinajo nimmt den Mittelteil der Insel ein. Mehr als die Hälfte des 136 km2 großen Territoriums ist mit von Vulkanausbrüchen des 18. Jh. herrührenden Lavamassen bedeckt. Im nordöstlichen Teil befindet sich die Costa de la Santa. Besonders interessant ist das Naturphänomen Isleta, ein nur wenige Meter aus dem Meer herausragendes Riff, das von einem Meeresarm umgeben, im Ganzen eine Sumpflandschaft bildet. In der Nähe von La Santa befindet sich die Cueva de Ana Viciosa, bekannt aus alten Piratensagen. An der Ostküste Tinajos öffnet sich der Talkessel El Cuchillo, ein gigantischer Krater vulkanischen Ursprungs. Der südliche Rand mit den einen Halbkreis bildenden Felsen ist noch gut sichtbar. Die obere Begrenzung geht in die Timbaiba-Ebene über und ist mit Wanderdünen bedeckt. Interessant ist auch La Vegueta, ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet mit fruchtbarem Boden. Religiöses Zentrum ist Yuco und die Ermita de Regla. Die am meisten verehrte Heilige ist jedoch zweifellos La Virgen de los Dolores oder La Virgen de los Volcanes. Es ist überliefert, dass die heutige Schutzpatronin der Insel während der Vulkanausbrüche des Tinguatón im 18. und 19. Jh. an die alles mit sich reißenden Lavaströme geführt worden war, und dass diese in beiden Fällen, allein durch ihr Erscheinen, zum Stillstand kamen. La Ermita de Mancha Blanca und ein Kreuz erinnern an diese Intervention göttlicher Kräfte zur Besänftigung des destruktiven Zorns der Erdgewalten. Ein besichtigungswürdiges Fleckchen in Tinajo ist auch die Kirche San Roque mit zwei bemerkenswerten Heiligenbildern: Ein Luján zugeschriebener Christus und eine wertvolle Heiligenfigur der Virgen de la Candelaria des Bildhauers Estévez. Tinajo ist auf Grund des relativ fruchtbaren Bodens und der günstigen Lage zu den Passatwinden von großer agrarwirtschaftlicher Bedeutung für die Insel. Auf diesem Gebiet sind sämtliche Besonderheiten inseleigener landwirtschaftlicher Produktion wie Gavias, Jable, Beschichtung mit Lavasand, natürliche und angelegte Erdwälle und Einfriedungen zum Schutz der angebauten Produkte zu finden. Ihnen und der Beharrlichkeit und Ausdauer der Bauern ist der relativ gute landwirtschaftliche Erfolg zuzuschreiben.

Yaiza

Der südlichste Ort der Insel ist touristisch sehr attraktiv. Besonders zu nennen ist der Nationalpark Timanfaya (Feuerberge), eine reizvolle und enorm große Vulkanlandschaft. Starke Vulkanausbrüche haben im 18. und 19. Jahrhundert das ehemals fruchtbare Tal in ein weißglühendes Lavameer verwandelt. Zurückgeblieben ist die unvergleichliche Landschaft aus schwarzem Vulkangestein. Die Besichtigung der Vulkane ist nur per Bus möglich, vorbei an erstarrten Lavamassen, Kratern, Steilfelsen und Abgründen. Auf der Vulkanroute gibt es kaum Zeichen tierischen oder pflanzlichen Lebens. Die Entwicklung scheint auf ihre Ursprünge reduziert zu sein. Beim Durchfahren des Barranco de Fuego oder vom Aussichtspunkt der Montaña Rajada aus, kann der Besucher die eigentümlichen Formen der erstarrten Lavamassen bewundern, die bis zum Meer hineinreichen und unter ihrer grau-rötlichen Oberfläche ganze Dörfer begraben haben. In den Montañas del Fuego sind in nur geringer Tiefe Temperaturen um 400 °C feststellbar. Hier werden geothermische Proben demonstriert und diese Energie wird auch zum Garen von Lebensmitteln genutzt. Auf dem Gipfel des Islote de Hilario befindet sich ein Restaurant mit herrlichem Blick über den Nationalpark. Weiter Richtung Osten liegt die Oase Yaiza, Zentrum der gleichnamigen Gemeinde mit ihren schneeweiß getünchten Häusern.

Westlich des Timanfaya treffen wir auf das spektakuläre Phänomen El Golfo, einem Halbkrater, in dem sich durch Filtrierung von Meerwasser eine smaragdgrüne Lagune von 8-10 Meter Tiefe gebildet hat. Gleich in der Nähe befinden sich die Hervideros, wo sich auf Grund der starken Brandung einzigartige Gesteinsformen gebildet haben. Weiter Richtung Süden liegt die größte und wichtigste Salzgewinnungsanlage der Insel, Janubio. Das wunderschöne Farbmosaik der Cocederos (durch Erdwälle getrennte Felder, in denen nach Austrocknung das Salz verbleibt) entsteht durch die verschiedenen Färbungsgrade des Wassers während des Verdunstungsprozesses. Setzen wir unseren Weg fort durch die rötliche Vulkanlandschaft erreichen wir einige der schönsten Strände Lanzarotes: die Playas de Papagayo. Playa Blanca, ein ehemaliges Fischerdorf, ist heute Ferienzentrum mit Sporthafen und ist Verbindungshafen zu Fuerteventura. Der halbinselförmige Fortsatz Papagayo weist ausgezeichnete helle Sandstrände, fast unberührt, und absolut reines, transparentes Wasser auf. Von Punta de Papagayo aus hat man einen außerordentlich schönen Blick, schönen Blick auf die Inseln Lobos und Fuerteventura. Ebenfalls interessant sind der Atalaya de Femés, ein 608 m hoher Berg, das Dorf Uga, die Überreste der Burg Bethencourt in der Nähe des Papagayo und la Torre de Aguila an der Playa de Afe.

Die kleinen Nachbarinseln von Lanzarote

La Graciosa

La Graciosa ist die geologische Fortsetzung Lanzarotes. Eine 1,5–2 km breite Meerenge, El Río genannt, trennt die beiden Landmassen. Vier Vulkane prägen die 27 m² große Insel, deren höchster Vulkan mit 266 m der Pedro Barba ist. Etwa 500 Menschen leben noch sehr ursprünglich in den Dörfern Caleta del Sebo und Pedro Barba. Roque del Oeste und Roque del Este sind die Gipfel vom Meeresboden aufsteigender Vulkane im Nordwesten und Osten Graciosas.

Alegranza

12 km² groß ist die nördlichste Insel dieses Archipels. Auf ihr erheben sich mehrere Vulkane, deren höchster eine Höhe von 289 m erreicht. Hier findet man steinige Felsküsten und kleine Buchten, eine Vogelwarte und ein einmaliges Vogelparadies.

Lobos

War sicherlich einst ein gutes Versteck für Piraten und Sklavenhändler. Lobos bedeutet „Wölfe“, gemeint aber sind „lobos marinos“, also Seehunde. Das überwiegend mit Pyroklastika bedeckte Eiland misst am höchsten Punkt 122m. Sie finden hier einige schöne Badebuchten. Für Taucher und Schnorchler liegt zwischen Lobos und Fuerteventura gutes Gewässer.

San Borondón

Ist eine Trauminsel: unbewohnt, geheimnisvoll, eine Insel vom Tourismus verschont. Eine Insel mit hohen Bergen und tiefen Tälern, von breiten Flüssen zerteilt, Flüsse die es auf den anderen Inseln des Archipels nicht gibt und die eine tropische Flora mit Wasser versorgen. Der Legende nach soll der irische Mönch San Brendán (auch Borondón) auf dem Rücken eines riesigen Wales in See gestochen sein, das Paradies zu suchen. Die Kanarier wandelten den Wal in eine Insel um, die sie von verschiedenen Orten gesehen haben wollen. Wissenschaftler sprechen nüchtern von einer Fata Morgana.

Land und Leute

Vier ausgeprägte Charakterzüge der Kanarier sind:
· Großzügigkeit
· Gastfreundlichkeit
· Humor
· Toleranz
Aber wie überall, haben sie auch hier ihre Grenzen. So sollte man in einheimischen Restaurants oder Kirchen nicht so Platz nehmen wie daheim auf dem Badewannenrand. Das verwirrt die Menschen hier, obwohl sich viele Kanarier mittlerweilen an die unterschiedlichen Erscheinungsbilder von „zivilisierten“ Mitteleuropäern gewöhnt haben. Gleichwohl können sie in Touristenzentren in Strandnähe auch in Bikini und Tanga speisen, wie es auch viele Kanarierinnen im Urlaub tun. Beim Umgang mit den Kanarios bedarf es nur des guten Willens, aufeinander zuzugehen und Vorurteile hinten anzustellen. So sollte man Einheimische erst fragen, wenn man sie fotographieren will.

Kanarier beherrschen Fremdsprachen in der Regel zwar nur „mas o menos“ (mehr oder weniger), „un poco“ (ein bisschen) oder „ni un poco“ (überhaupt nicht) und wenn sie es tun, dann eher englisch als französisch oder deutsch, aber man wird sie verstehen. Ob sie allerdings auf Anhieb die Kanarios verstehen ist fraglich, denn der kanarische Dialekt ist in ländlichen Gebieten derart extrem, dass selbst Festlandspanier Schwierigkeiten haben, alles mitzubekommen. Das öffentliche Leben hat sehr menschliche Züge. Ob an Amtsschaltern, Supermarkttresen oder Haltestellen – fast nirgendwo kommt man leichter ins Gespräch als in der Warteschlange. Die Kanarier sind sehr kinderlieb, gesellig und haben einen starken Familiensinn, der übrigens so manche Lücke im sozialen Netz auffängt. Die Großeltern werden oft von ihren Kindern und Enkeln versorgt. Job oder Wohnungsvermittlung, Geschäftsabschlüsse, vieles verhandelt man über Familienbeziehungen. Ein Onkel, Schwager oder Großcousin, irgendjemand hat immer einen richtigen Draht zu Leuten, zu „Amigos“, mit Einfluss. Hilfsbereit sind die Kanarier auf jeden Fall, doch nur selten eilfertig. Es empfiehlt sich mit einem anderen Zeitgefühl zu rechnen, als zu Hause. Die kanarische Gesellschaft hat ihre eigenen Praktiken, sie funktioniert nicht auf Knopfdruck. Ein idealer Spiegel der Volksseele sind die „Plazas“, die Dorf- und Stadtplätze. Sie sind eine sehr lebhafte Bühne für das Theater des täglichen Lebens. Vor allem in den Abendstunden werden sie lebendig. Richtig ruhig wird es auf den Plazas nur nachts und während der Siesta; die lange Mittagspause von 13–16 Uhr ist heilig – vielleicht, weil sie wahrhaftig die beste Erfindung der Welt ist.

Sitten und Gebräuche

Folklore

Die Volksmusik der kanarischen Inseln erinnert an die Rolle des Archipels als Bindeglied zwischen Spanien und Lateinamerika. Einige Volkslieder klingen spanisch, andere können aber auch aus Mexiko oder Peru stammen. Die Trachten sind auf jeder Insel verschieden. Hier auf Lanzarote tragen die Lanzaroteños ihre Tracht üblicherweise am 30. Mai am „Día de Canarias“ (dem Feiertag der kanarischen Inseln) sowie am 15. September „Día de la virgen de Los Dolores“ (der heiligen Jungfrau Dolores), die der Sage nach 1736 den Lavafluss am Rande des Dorfes Mancha Blanca zum Stehen brachte. Ihr zur Ehren wird um den 15.9. eines der größten Inselfeste in Mancha Blanca gefeiert, welches wirklich einen Besuch wert ist.

Die Trachten variieren je nach Inselbezirk. Die Männer tragen üblicherweise schwarze Hüte, weiße Hemden, schwarze Westen und schwarze Hosen. Dazu den typischen, überlangen Stoffgürtel mit Fransen „Fajín“. Diese Tracht kann anstatt schwarz, auch beige oder braun sein. Die Frauen tragen die typischen Strohhüte (verheiratete Frauen) die auch heute noch bei der Ernte getragen werden, oder weiße Stoffhüte (ledige Frauen). Zudem werden weiße oder geblümte Blusen und ein langer Rock mit weißer Schürze angezogen. Dieser Rock variierte ebenfalls nach Inselbezirk. Der Rock kann unifarben, geblümt, gestreift oder schwarz-weiß kariert sein. Die Fiestas sind aus dem Leben der Kanarios nicht wegzudenken. Meistens haben sie einen religiösen Ursprung und gelten einem Inselheiligen. Eine große Rolle spielt bei den Feierlichkeiten die Musik. Der Rhythmus und die Melodie der Lieder sind leidenschaftlich. Meistens werden sie begleitet von der Timple, einem kleinen Saiteninstrument, Trommeln und Holzflöten.

Lucha Canaria

Im Jahre 1420 beschrieb der spanische Chronist Alvar Garcia Santa Maria als erster eine Art Ringkampf, bei dem die Altkanarier auf ihren Festen ihre Kräfte messen. Die Begeisterung für diesen typisch kanarischen Ringkampf ist immer noch groß. Die Ringer nennt man „Pollos“, Kampfhähne, und die erfolgreichsten Kämpfer werden verehrt wie bei uns große Fußballstars. Die Lucha Canaria wird als edle Sportart bezeichnet.

Lucha Canaria – der Kampf

Die Kontrahenten reichen sich die rechte Hand. Der Daumen wird dabei angelegt. Als Zeichen der Freundschaft drückt man kräftig mit den Fingerspitzen die Handoberfläche seines Gegenübers. Währenddessen muss die linke Hand mit angelegtem Daumen um den Wulst der aufgekrempelten Hose gelegt werden. Nach dieser Prozedur stellen beide Kämpfer das rechte Bein vor. Die Ferse wird dabei leicht angehoben. Die Oberkörper werden gegeneinander gelehnt, rechte Schulter gegen rechte Schulter. Die rechten Arme hängen herab, wobei die Handrücken gegeneinander gepresst werden müssen. Die linke Hand greift in die Hosenrolle des Gegners. Gleichzeitig beugen sich beide nach unten, bis die Fingerspitzen fast den Boden berühren. In dieser Phase wird die rechte Hand unter der Brust des Gegners hindurch zu dessen Rücken geführt. Auf Kommando geht es nun los. Gekämpft wird in dem „Terrero“, einem Doppelring mit fest gestampfter Erde. Jede Runde dauert drei Minuten. Gekämpft werden maximal drei Runden. Sieger ist, wer den Gegner zweimal geworfen hat. Der Sieger eines Kampfes kann bis zu drei weiteren Gegnern gegenübergestellt werden.

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