Ein Paradies im Indischen Ozean

Aus der Luft betrachtet scheint es, als habe der liebe Gott hier tausendfach lustige grüne Kleckse mit kleinen türkis-farbenen Ringen drum herum in die tiefblaue Meereslandschaft getupft. Die Inseln gruppieren sich zu insgesamt 26 größeren und kleineren ringförmigen Atollen, die sich wie eine Girlande aneinander reihen. Diesem Bild trägt der Landesname Rechnung, das Wort Dhivehi Raje bedeutet: Girlande der Inseln. Kein anderer Staat dieser Erde besteht aus so viel Wasser und so wenig Land. Die Landfläche nimmt gerade einmal 0,3% der gesamten Republik ein. Die einzelnen Inseln sind selten mehr als einen Kilometer lang und durchschnittlich 100 bis 400 Meter breit. Auf den ersten Blick ist eine Inseln wie die andere. Als flache Sandbänke ragen sie mit einer maximalen Erhebung von 2 Metern aus dem tiefen Blau des Indischen Ozeans. Doch jede Insel ist einzigartig und wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. 

Geographie

Die Malediven liegen im Indischen Ozean ca. 800 km entfernt von der Südspitze Indiens und rund 800 km südwestlich des Inselstaats Sri Lankas. Durch den südlichen Teil der Malediven verläuft der Äquator. Sie bestehen aus mehreren Atollen und 1.196 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und 87 weitere für touristische Zwecke genutzt werden. 

Klima, Flora und Fauna

Klima

Das Klima der Malediven ist aufgrund der Nähe zum Äquator tropisch mit nur geringen Temperaturschwankungen. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25 Grad. Prägend für das Klima sind der Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und der Nordost-Monsun von November bis April. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und intensivere Niederschläge. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April.

 

Flora und Fauna

Da die Böden zum Großteil aus Kalzium bestehen, ist es für viele Pflanzen nicht möglich sich entsprechend zu entwickeln. Für die Kokospalme jedoch ist der kalziumreiche Boden ein besonderer Nährboden, daher ist diese Palme auch auf so gut wie jeder Insel zu finden ist. Eine Kokospalme kann bis zu 100 Jahre alt werden und liefert bis zu 80 Kokosnüsse pro Jahr. Weiter finden sich viele Bananen-, Papaya- und Brotfruchtbäume auf den Malediven. Die Malediven bieten nur einen geringen Lebensraum für Tiere. Die auffälligste Tierart ist die Maledivische Glanzkrähe. Diese erkennt man häufig an ihrem lauten Geschrei. Neben den Vögeln sind auch verschiedene Fledermausarten auf den Malediven beheimatet. Mit etwas Glück können Sie diese kopfüber hängend in den Baumkronen sehen. Die Inseln werden zudem von tausenden von Riffen geschützt, diese gilt es zu schützen, damit diese einzigartigen Archipele auch in Zukunft existieren können. Man spricht hier von den sogenannten Atollen. Ein Atoll ist ein ringförmiges Korallenriff, das eine Lagune umschließt. Das Wort „Atoll“ leitet sich von atolhu ab, dem entsprechenden Begriff in der maledivischen Sprache (Dhivehi). Die Korallen auf den Riffen brauchen ihre zahllosen Bewohner als Futter, damit neue Korallen nachwachsen können. Die Malediver brauchen die Fische im Meer zum Leben, und sie sind abhängig von der Schönheit der Riffe und Inseln, damit die Tourismusindustrie erhalten bleibt. Am wichtigsten ist jedoch, dass Einwohner und Besucher der Malediven die wunderbare natürliche Umgebung sorgsam behandeln, damit die Malediven einer der magischsten Orte der Welt bleiben können. Verschiedene Regierungsvorschriften wurden zur Entwicklung eines Systems erlassen, das die 1.190 ansonsten schutzlosen Inseln der Malediven auf natürliche Weise schützen soll. Wichtige Seebereiche wurden seit 1995 zu Schutzzonen erklärt.

Sehenswertes

Male

Das Wahrzeichen der Stadt Malé ist das islamische Zentrum mit seinen beeindruckenden Goldkuppeln. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee, ein islamisches Gotteshaus, das im Jahr 1984 eröffnet wurde: sie gilt als das architektonische Wahrzeichen der Stadt und bietet bis zu 5.000 Menschen Platz. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die alte Freitagsmoschee, der Präsidentenpalast, das im Sultanspark gelegene Nationalmuseum, welches 2010 neu eröffnet wurde, sowie die exotische Markthalle und der Fischmarkt.

Unterwasserwelt

Die Unterwasserwelt der Malediven ist ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Mit ihren Korallenstöcken und mehr als 700 Fischarten ist sie einmalig schön und man trifft neben den üblichen Meeresgestalten, wie die bunten Schmetterlingsfische oder die grauen Doktorfische auch auf kuriose Gestalten, wie zum Beispiel die blau-grünen Papageienfische oder die flinken Röhrenaale. Ein Schnorchel- oder Tauchausflug sollte in jedem Fall unternommen werden.

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