VIELFÄLTIGE SONNENINSEL

Geschichte

Die Republik Malta war schon von Beginn an durch ihre zentrale Lage im Mittelmeer eine sehr beliebte und bekämpfte Inselgruppe. Dadurch sind die Inseln heute historische Orte mit vielen kulturellen Einflüssen. Doch wann ist „von Beginn an“? Forschungen zufolge lebten bereits um 7.000 Jh. v. Chr. die ersten Siedler auf den Inseln. Archäologischen Funden zufolge stammt der Ursprung der ersten Siedler von der Insel Sizilien. Bis 5.200 Jh. v. Chr. lebten diese Siedler auf den Inseln in Höhlen und ernährten sich durch Jagd, Landwirtschaft und Fischfang.

Um 750 Jh. v. Chr. besiedelten die Phönizier, ein damals erfolgreiches Seefahrervolk, die Insel Malta und gaben der Insel den Namen „Maleth“, was so viel heißt wie „Zuflucht“. Ungefähr 270 Jahre später herrschten die Karthager über Malta, welche anschließend ihre Macht über die Inselgruppe an die Römer abtreten mussten. Die römische Zeit ist die bedeutendste Zeit für die Insel Malta, da fortan die Einführung des Christentums und die Verbindung zu Europa begannen. Laut der Bibel fand sogar der Schiffsbruch des heiligen Paulus im Jahre 60 auf Malta statt. Durch den Fall des römischen Reiches im 4. Jahrhundert sind die maltesischen Inseln fast in der Versenkung verschwunden. Folglich besiedelten die Araber das Archipel (=Inselgruppe) und förderten somit auf der Hauptinsel beispielsweise den Bau von Baumwolle, Zitrusfrüchten und Gebäuden nach arabischen Methoden.

Um das Jahr 1090 übernahm ein gewisser Graf „Roger“, Anführer der Normannen, nach einem langem Kampf mit den Arabern die Vorherrschaft der Inseln. Die heutige maltesische Flagge geht auch auf den Grafen Roger zurück. Er soll seine weiß-rote Flagge den maltesischen Männern als Zeichen ihrer Tapferkeit und Mut überreicht haben. Seither ist die Inselgruppe mit Europa verknüpft. Durch den europäischen Adel wurde Malta an viele europäische Länder übergeben. Doch anlässlich der Hochzeit zwischen Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon wurde Spanien 1479 vereinigt. Durch deren Enkel, König Carlos V., fiel die Inselgruppe in das spanische Reich.

König Carlos übergab den Archipel später an den St. Johannes-Ritterorden. Der Orden herrschte rund 250 Jahre auf den Inseln. Der Ritterorden gab der Insel Malta das weltbekannte achteckige Malteserkreuz, welches für die Christen ein sehr wichtiges Symbol darstellt. Mit seinen acht Spitzen versinnbildlicht das Kreuz die acht Seligpreisungen der Bergpredigt (bekannte Stelle des neuen Testaments).

1798 griff Napoleon Bonapartes mit seinen Truppen die Inselgruppe an. Dies gehörte zu seinem strategischen Plan, erst Ägypten und anschließend alle weiteren fernöstlichen Länder zu erobern. Napoleon erkannte die Schwächen des St. Johannesordens, welche schon nach nur wenigen Tagen Kampf erfolglos das Feld räumten. Doch unter Napoleon sahen die Malteser seine radikalen Reformen als einen Angriff auf deren Lebensstil: Kirche und Adel. Schon nach drei Monaten unter französischer Herrschaft revoltierten die Malteser gegen die Machtübernahme und riefen die Briten um Hilfe. Diese halfen den Maltesern bei der Verdrängung der Franzosen.

Angst und Unsicherheit der Malteser bezweckten, dass die Malteser fortan unter britischer Herrschaft leben wollten. Die Briten stimmten dem zu und durch den 1814 geschlossenen Pariser Vertrag war Malta ein wichtiger Posten für die Briten, gleichzeitig aber auch im 2. Welt krieg durch die zentrale Lage der Kriegsschauplatz im Mittelmeer. König Gerg V. von Großbritannien würdigte den Mut der Malteser im 2. Weltkrieg mit dem Georgskreuz für Tapferkeit. Dennoch war auch dies das Ende einer weiteren Herrschaft auf den Inseln. Durch die Souveränitätsbewegung wurde die Inselgruppe am 21.9.1964 unabhängig. Genau zehn Jahre später wurde Malta eine eigene Republik und die Britischen Truppen verließen den Archipel.

Durch das ständige Wachstum von Industrie und Tourismus ist Malta seit Mai 2004 ein offizielles Mitglied der Europäischen Union. Dies wurde zusätzlich noch mit der Einführung des Euros im Jahre 2008 gekrönt. Man sieht, dass selbst eine kleine Inselgruppe mitten im Mittelmeer eine ganze Reihe von geschichtlichen Ereignissen aufweisen kann, welche durch viele zeitliche Epochen, wechselnden Herrschaften und unterschiedlichen Kulturen das heutige faszinierende Malta ausmacht.

Geographie

Der südeuropäische Inselstaat Malta besteht aus drei bewohnten Inseln (Malta, Gozo und Comino) und den unbewohnten Kleininseln Cominotto, Folfla, St. Paul’s Island und Fungus Rock. Der Archipel zählt als kleinster Mitgliedsstaat der Europäischen Union und wird auch gerne mal als Zwergstaat bezeichnet. Mit seinen insgesamt sieben Inseln ergibt sich eine Gesamtfläche von nur 316 Quadratkilometern. Trotz Maltas Lage im Mittelmeer besitzt die Inselgruppe durch ihre extreme Wasserarmut keine Flüsse. Es ist jedoch zu gewissen Zeiten mal möglich, dass sich durch extreme Niederschläge die Bachbetten mit Regenwasser füllen. Hauptsächlich sind diese jedoch in den Felstälern vorhanden.

Geologisch betrachtet gehört die Inselgruppe zu Afrika, da diese sich auf der afrikanischen Kontinentalplatte befinden. Der Norden der Hauptinsel Malta ist voll von Kalkstein und Grünsand, der restliche Teil der Insel besteht hauptsächlich aus Globigerinenkalk – eine noch heute sehr gefragte Ressource, welche noch regelmäßig von den Maltesern genutzt und abgebaut wird.

Insel Malta

Maltas Hauptinsel, die gleichnamige Insel Malta, ist mit einer Fläche von 246 Quadratkilometern die größte aller drei bewohnten Inseln. Sie besitzt eine Länge von rund 27 Kilometern vom südlichsten zum nördlichsten Punkt der Insel und weist eine Breite von 14,5 Kilometern auf. Von Malta sind es bis nach Sizilien rund 93 Kilometer und 290 Kilometer nach Tunesien.

Insel Gozo

Gozo, zweitgrößte Insel der Gruppe, ist 14,5 Kilometer lang und lediglich 7,2 Kilometer breit. Auf rund 67 Quadratkilometern leben ca. 31.000 Einwohner. Gozo ist ein beliebter Ausflugsort für Touristen aller Welt.

Insel Comino

Die kleinste belebte Insel der Republik Malta ist Comino. Auf ihrer Fläche von nur 2,7 Quadratkilometern gibt es nur vier feste Bewohner. Die Insel liegt zwischen Gozo und Malta bei einer Länge von 2,5 Kilometern und einer Breite von nur 3 Kilometern. Auf Comino fahren keine Autos. Aber das ist nicht tragisch wenn man bedenkt, dass es auf dieser Insel lediglich ein Hotel gibt.

Klima

Auf Malta kann man das trockene und warme Mittelmeerklima auf seiner Haut spüren. Die Hauptreisezeit liegt zwischen Mai und Oktober – jedoch nur für diejenigen, die die heiße und trockene Luft mögen. Bei rund zwölf Sonnenstunden ist die Inselgruppe der ideale Ort zum Entspannen und Bräunen am Strand. Die Temperatur in den Sommermonaten liegt bei durchschnittlich 27 Grad Celsius mit einer Luftfeuchtigkeit von 74 Prozent. Durch die tagsüber frische Meeresbrise ist das schwimmen bei ca. 23 Grad Celsius in den Sommermonaten ideal.

Doch auch im Winter kann man bei noch sechs Sonnenstunden am Tag die Sonnenstrahlen genießen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent lädt das Mittelmeer mit seinen ca. 20 Grad Celsius auch noch den ein oder anderen zum Baden ein. Anfang des Jahres beträgt die durchschnittliche Temperatur auf Malta noch rund 13 Grad Celsius. Auf dem Archipel ist Regen im Sommer sehr unwahrscheinlich. Generell ist vor allem Dauerregen untypisch für die Inselgruppe. Wenn es mal regnet, dann ist es eher als Schauer zu bezeichnen, da der Regen dann nur sehr kurz, jedoch sehr heftig auf die Inseln fällt. Noch seltener ist jedoch Schnee auf Malta. Man kann es als Phänomen bezeichnen wenn es mal auf Malta schneien sollte. Es ist bewiesen, dass es seit 1800 keine Schneedecke mehr auf dem Land gab, im Jahr 1962 gab es lediglich mal einen kleinen Schneeschauer.

Flora und Fauna

Flora

Trotz ihrer vergleichsweise kleinen Fläche kann Malta stolze 800 einheimische Pflanzen aufweisen. Dennoch ist es dort nicht möglich, eine größere Grünfläche zu finden. Im Gegenteil: Maltas Erkennungsmerkmal ist vor allem der allgegenwärtige Sandstein und seine hellbraune Farbe. Zudem ist die Insel eigentlich waldlos, dennoch findet man östlich von Dingli und südlich von Rabat den von Menschen angelegten Wald „Buskett Gardens“ (900 Meter lang und 200 Meter breit). Vorwiegende Pflanzenarten sind beispielsweise der Johannisbrotbaum, Olivenbaum, Thymian und die vielblütige Heide. Doch auch viele Wolfsmilch und Lauchgewächse kann man auf der Insel finden.

Die Pflanzen auf den Inseln gelten fast allesamt als vor dem Aussterben bedroht und stark gefährdet. Fortan versucht die Europäische Union seit dem Eintritt Maltas in die EU 2004, deren Pflanzen mit einem Schutzprogramm vor dem Aussterben zu bewahren.

Fauna

Durch Ausgrabungen in einer Karsthöhle auf Malta haben Archäologen ein Fossil aus der Hippopotamus- Schicht gefunden. Dieses Fossil aus der Warmzeit (vor ca. 126.000 bis 115.000 Jahren) gehört zu der Art der Flusspferde. Des Weiteren wurde bei diesen Ausgrabungen auch ein Fossil des Zwergelefanten gefunden.

Heute besitzt die Inselgruppe kaum noch Tiere. Lediglich Nagetiere wie Ratten, Mäuse und Kaninchen sowie Fledermäuse, Igel, Geckos, Chamäleons, Eidechsen und Wiesel sind noch vorhanden. Sofern Sie auf Malta auch mal eine Schlange antreffen, so ist diese mit großer Wahrscheinlichkeit eine ungiftige Leopardnatter. Nichtsdestotrotz können viele Vogelarten die Inseln als ihr Zuhause bezeichnen. Nationalvogel der Malteser ist die Blaumerle. Malta gilt jedoch auch als Nistplatz für viele Seevögel und manche Zugvögel machen bei ihrer Reise von Europa nach Afrika einen kleinen Zwischenstopp auf dem Archipel.

Sehenswertes

Malta

Mdina
Die Hauptinsel ist bekannt und vor allem beliebt für ihrer leuchtenden Farben, der 7.000 jährigen, kulturellen Geschichte und ihrer wunderschönen Architektur. Der wohl eindrucksvollste Fleck der Insel ist wahrscheinlich die ehemalige Hauptstadt Mdina (gesprochen: Imdina, Bedeutung: von Mauern umgebene Stadt). Mdina liegt westlich von Malta und hat ihre ganz eigene Geschichte, welche vor mehr als 4.000 Jahren begann. Hier soll der Heilige Paulus nach seinem Schiffbruch gelebt haben, weshalb die Stadt noch heute den Ursprung des Christentums verdeutlicht. Da die Römer zu deren Herrschaftszeiten Mdina bereits als sehr lukrative Stadt ansahen, begannen sie, um die Stadt Mdina und die Zwillingsstadt Rabat eine Mauer zu bauen um sie somit besser vor Angriffen zu schützen. Die ehemalige Hauptstadt Maltas wird seither auch „Citta Notabile“ (vornehme Stadt) bezeichnet, da die nur 400 Einwohner dort von früheren Herrschaftsfamilien abstammen. In Mdina herrscht auch kein Straßenverkehr und am Abend ist die Stadt beinahe Menschenleer.

Man findet vom Cathedral Museum über Kirchen und kleinen mittelalterlichen Gebäuden alles, was das architektonische Herz begehrt. Auch das „Main Gate“, Haupteingangstor zu Mdina, wird täglich aufgrund seiner faszinierenden Bauweise von vielen Besuchern bewundert. Kleine Information am Rande: Auch Game of Thrones Fans kommen hier auf ihre Kosten. Wer genau hinsieht wird erkennen, dass Mdina aufgrund seiner mittelalterlichen und barocken Architektur für viele Szenen der ersten Staffel als Drehort verwendet wurde.

Valletta
Valletta, derzeitige Hauptstadt der Hauptinsel, ist eine sehr lebendige Stadt und durch die vielen Arbeiter wirtschaftlich sehr wichtig für die Republik. Die Hauptstadt kann man ganz leicht zu Fuß erkunden, da Valletta im Verhältnis sehr klein ist.

Megalithische Tempel
Seit 1992 zählen die Tempelkomplexe Hagar Qim und Mnajdra auf Malta zum UNSECO Weltkulturerbe. Diese rund 5.000 Jahre alten Tempel bestehen aus tonnenschweren Megalithen, wodurch alle fünf Tempel des Archipels zusammen auch Megalithische Tempel genannt werden. Wenn man bedenkt, welche Mittel den Menschen zu dieser Zeit zur Verfügung standen, so wird man erst recht von diesen architektonischen Kunstwerken begeistert sein. Errichtet wurde die Tempelanlage Hagar Qim damals vor allem als Zeichen der Fruchtbarkeit, welche die dort stehende Frauenskulptur „Venus von Malta“ eindrucksvoll verdeutlicht.

Gozo

Tempel
Wie bereits erwähnt, gibt es fünf offizielle Tempel auf den Inseln. Die bekannteste und größte Tempelanlage findet man auf der Insel Gozo. Der sogenannte Ggantija Tempel liegt in Xaghra und wurde zwischen 3.600 und 3.200 v. Chr. erbaut. Das aus der Jungsteinzeit erbaute Bauwerk besteht aus zwei Tempeln und ist mit seinem Alter von ca. 5.600 die älteste bestehende Kulturstätte Maltas, welcher bereits 1980 von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Die Legende besagt, dass eine Riesin mit einem Kind auf dem Arm das Bauwerk in nur einer Nacht errichtet hat. Daher trägt dieser Tempel auch den Namen Ggantija (=Riese).

Ta’Kercem
Dass von der Außenwelt abgeschottete Dorf Ta’Kercem ist trotz seiner Abgeschiedenheit nicht weit von Gozos Hauptstadt Victoria entfernt. Dort findet man nicht nur eine historische, alte Windmühle, sondern auch noch einen Verteidigungsturm, Steinbalkone und vor allem die 1851 erbaute Pfarreikirche. Zudem kann man die wunderschöne Landschaft bewundern, welche sich auch direkt neben den spektakulären Klippen befindet. Neben dem Ta’Kercem kann man auch das zauberhafte Tal Lunzjata Valley bewundern. Die Augen werden auf die atemberaubenden ganzjährlich grünen Landschaften gerichtet sein, während Ihre Ohren lediglich die Geräusche von umliegenden Wasserquellen hören werden. Die dort liegende kleine Verkündigungskapelle von Gozo hat ihren Ursprung im Jahr 1347.

Beliebte Strände

Malta

Auf Malta, Gozo und Comino gibt es zahlreiche, wunderschöne Buchten und Strandabschnitte. Qawra ist zum Beispiel eine von Maltas größten Strandurlaubsorte. Von Qawras Strand aus hat man die beste Aussicht auf das offene Meer. Der Badeabschnitt ist durch das klare, flache Wasser für jeden geeignet, und durch die vielen Felsen beliebt bei den Badeurlaubern.
Weitere beliebte Strandabschnitte auf Malta:
· Golden Bay
· Paradise Bay
· St. George’s Bay (Partystrand)
· Armier Bay

Gozo

Der größte Strand Gozos ist der Ramla Bay. Durch die vielen abgeschiedenen Felsbuchten lädt dieser Strand jeden zum Schnorcheln ein. Das Besondere an diesem Strand: der intensive rotgoldene Sand. Die Bucht ist von einer wunderschönen Landschaft umgeben und wer während des Sonnenbadens mal Durst und ein wenig Hunger bekommt, auf den warten einige Snackbars und Cafés am Strand.
Weitere Strände auf Gozo:
· San Blas Bay
· Dahlet Qorrot
· Xlendi Bay
· Dwejra

Comino

Comino ist zwar vergleichsweise sehr klein, diese Insel sollte man aber bezüglich eines ganz bestimmten Strandes nicht unterschätzen: Die Blue Lagoon. Dieser kleine Strand besticht seine Besucher mit seinem kristallklaren, schimmernden Wasser. Dieser geschützte Meeresarm lockt täglich viele Besucher an diese wunderschöne Bucht.
Weitere beliebte Strandabschnitte auf Comino:
· Santa Maria Bay
· St. Nicholas Bay

Sport auf den Inseln

Die Republik Malta ist bei vielen Sportlern sehr beliebt. Jährlich treffen eine Vielzahl von Sportlern und Adrenalinsuchenden auf der Insel ein. Vor allem findet man dort perfektes Tauchrevier. Durch das klare Wasser, die vielen Felsküsten, Höhlen, Wracks und atemberaubenden Riffen ist für jeden Taucher etwas dabei. Für Anfänger und Einsteiger bietet Malta mit seiner spektakulären Unterwassersicht den perfekten Start in den Tauchsport. Fortgeschrittene und Profis können an verschiedenen Tauchstellen sogar archäologische und historische Schätze aus der Römerzeit und dem 2. Weltkrieg sehen.
Eine Auswahl folgender Aktivitäten bietet der Archipel an:
· Klettertouren / Höhlenbegehungen
· Golf
· Tennis
· Reiten
· Jeep-Safari
· Wandern
· Radfahren
· Windsurfen
· Kajakfahren
· Jetski / Wasserski
· Gleitschirmfliegen
· Angeln
· Segeln

Land und Leute

Die Menschen auf Malta, Gozo und Comino sind aufgrund Maltas damaliger Beliebtheit stark gemischt. Die Malteser weisen jedoch, trotz vieler unterschiedlicher Kulturen, alle folgende Charaktereigenschaften auf:
· freundlich
· hilfsbereit
· Gemeinschaftssinn

Wie es in vielen Ländern im Süden üblich ist, wird auch hier bei den Menschen die Familie groß geschrieben. Es ist normal, dass die Kinder der Malteser bis zur Hochzeit in ihrem Elternhaus bleiben und erst danach ausziehen. Es gibt auf Malta auch viele Mehrgenerationenhäuser. Die Einwohnerzahl der Hauptstadt liegt bei ungefähren 430.000 Menschen. Aufgrund Maltas kleiner Fläche ergibt dies eine Bevölkerungsdichte von ca. 1.300 Personen pro Quadratmeter. Dies hat zur Folge, dass die Republik die fünfthöchste Bevölkerungsdichte der Welt besitzt. Fast alle Malteser (92 Prozent) können die dortigen Städte als ihr Zuhause bezeichnen, nur 8 Prozent führen ihr Leben auf dem Land. Doch in einem Punkt sind alle Malteser gleich: sie genießen ihre Siesta am Nachmittag. Diese beginnt bei den meisten nach dem Mittagessen und beträgt eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Betreiber und Besitzer von Geschäften lassen es sich daher auch nicht nehmen, ihre Geschäfte während der Siesta geschlossen zu halten. Abends bummeln die Malteser dann durch die kleinen romantischen Städte der Inseln.

Kultur

Museen

Auf den Inseln ist auch für kulturelle Liebhaber etwas dabei. Beispielsweise ist Maltas spannende Vergangenheit fast schon mit den Händen zugreifen. Mit den dortigen Museen kann man sich in gewisse Zeiten zurückversetzen lassen und all die alten Geschichten erforschen. An erstere Stelle von Maltas Attraktionen befindet sich die Fort Rinella. Die ehemalige Befestigungsanlage wurde von 1879 bis 1884 (britische Herrschaft) erbaut und gilt heute als interessantes Museum. Die Briten erschufen damals eine für deren Zeit hochentwickelte Kriegsmaschine, die zum Schutz Maltas damals alle sechs Minuten eine 100 Tonnen schwere Kanone abschoss. Die Briten versuchten somit, vor allem die für Malta damals wichtigen Häfen zu schützen. Heute ist Fort Rinella ein Museum, wo täglich ein Team von Laiendarstellern eine Vorstellung der zeitlichen Gegebenheiten nachspielt. Das Museum gibt interessante und einzigartige Einblicke in die Zeit des britischen Militärs um das 19. Jahrhundert.

Weitere interessante Museen:
· Archäologisches Nationalmuseum
· National War Museum
· National Museum of Natural History

Gozos Museen:
· Museum of Archaeology
· Gran Castello Historic House
· Natural Science Museum

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