Ein Königreich für Ihren Urlaub

Geographie

Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten ist Marokko flächenmäßig kein großes Land. In seiner Oberflächenform zeigt es jedoch ein überaus wechselhaftes Bild. Im Wesentlichen lassen sich folgende natürliche Einheiten unterscheiden: die Küstenregionen im Norden und Westen, die atlantische Region mit der marokkanischen Meseta, die montane Region mit dem Hohen und Mittleren Atlas und dem Rif-Gebirge und schließlich die transmontane Region mit den Plateaus im nordöstlichen Grenzgebiet, dem Antiatlas und den Beckenlandschaften im Randbereich der Sahara. Die Mittelmeerküste ist überwiegend steil und felsig und weist viele Kaps und Buchten auf. Nur im Mündungsbereich des Melouiya, nahe der algerischen Grenze erweitert sich die mediterrane Küstenlandschaft zu einem Becken. Im Westen läuft der gebirgige Küstenabschnitt in der sichelförmig nach Europa gerichteten Nordwestspitze Afrikas aus. Im Süden und Osten wird das Meseta von den markanten Gebirgszügen des Hohen und Mittleren Atlas umrahmt. Dieses gewaltige Faltengebirge wurde im Tertiär beim Zusammenstoß der afrikanischen mit der eurasischen Krustenplatte aus dem damaligen Sedimentationsbecken herausgehoben. Erdbeben wie das von Agadir im Jahre 1960 zeugen davon, dass die gebirgsbildenden Vorgänge in diesem Raum bis heute nicht abgeklungen sind. Das Atlasgebirge bildet gleichsam das morphologische Rückgrat des Landes und stellt eine wirtschaftlich-kulturelle Barriere dar. Als wichtige Klimascheide trennt der Gebirgswall das atlantisch-mediterrane Marokko vom saharisch geprägten Landesteil.

Flora und Fauna

Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt: nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Die wildlebenden Tiere haben sich in die dünnbesiedelten Gebiete Marokkos zurückgezogen. Einige Arten, wie etwa der Wüstenluchs, sind vom Aussterben bedroht. Noch relativ häufig sind Berberaffen (Magots), Gazellen, Hyänen, Schakale und Wüstenfüchse (Feneks). Vogelarten gibt es sehr viele, unter ihnen Störche, Zwergadler, Geier, Bussarde und Milane. Das Gebiet um den Jabal - Tubkal im Hohen Atlas wurde 1942 zum Nationalpark erklärt. 

Arganbaum - Arganienöl

Der Arganbaum, auch Ziegenbaum genannt, da Ziegen darauf herumklettern, wird bis zu 300 Jahre alt und wächst nur in Marokko. Zum ersten Mal wird er 1219 vom arabischen Arzt „Ibn al-Baytar“ erwähnt. Das kaltgepresste Öl aus den Nüssen des Baums hat einen starken Nussgeschmack und dient der Veredelung von Speisen. Aus den Früchten der Arganien stellt man ein wertvolles Öl her, das bei Haut- und Rheumaleiden hilft, Schmerzen lindert und sogar Herzleiden vermindern kann. Die endemische Pflanze drohte auszusterben. Inzwischen haben internationale Hilfsorganisationen erfolgreiche Schutzprogramme gestartet und so wird Arganienöl mittlerweile wieder hergestellt. Zu kaufen ist es in Marokko auf Märkten. Arganienöl wird auch in  der Kosmetik verwendet. Es schützt und pflegt die Haut. In der Naturheilkunde setzt man es u.a. bei Akne und Rheuma ein. Es hat zudem einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und das Herz-Kreislaufsystem. In der marokkanischen Küche gehört das Öl zum täglichen Leben. Über Pizza sowie in viele verschiedene Teige kommt jeweils ein Schuss Arganienöl. In jeder Berberküche ist das Arganienöl ein Hauptnahrungsmittel. Sein nussiger, feiner Geschmack macht die marokkanische Küche besonders unverkennbar – es ist sehr gesund und cholesterinfrei.

Sehenswertes

Agadir

Die Hauptattraktionen dieses Ortes sind der ausgezeichnete Strand und mehr als 300 Sonnentage im Jahr. Unter diesen Voraussetzungen konnte Marokkos wichtigstes Ferienzentrum entstehen. Da Agadir 1960 einem Erdbeben zum Opfer gefallen ist, entstand danach eine sehr moderne Stadt mit vielen Studenten und lebendigen Wohnvierteln. Besuchen Sie Marokkos größten Fischereihafen. Von der Kasbah „Ancienne Talbojt“ aus haben Sie einen tollen Blick über den Hafen und die einstige Medina, welche heute von einer Graslandschaft bedeckt wird. Typische Berber-Artefakte können Sie im „Museé du Patrimoine“ bestaunen. Agadir liegt in einem Bergbaugebiet mit Kobalt-, Mangan- und Zinkvorkommen, die  über den Naturhafen verschifft werden. Tourismus, Fischerei und Fischverarbeitung sowie die Herstellung von Metallwaren sind neben dem Bergbau die wichtigsten Wirtschaftszweige. Vor allem der Fremdenverkehr wurde in den vergangenen Jahren durch gezielten Bau von Ferienanlagen in und außerhalb der Stadt stark gefördert. Die Stadt ist in ihren strandnahen Bereichen von großen Hotelanlagen und dem Handel mit Kunsthandwerk aller Art geprägt. Die Strände sind kilometerlang, im Süden sind gelegentlich Flamingos zu sehen. Der Dünenstrand von Taghazoute, etwa 20 km nördlich gelegen, wird von Surfern dominiert. Abends können Sie ein Casino oder einen der vielen Nachtclubs besuchen. 

Casablanca

Casablanca ist die Wirtschaftsmetropole des Landes. Neben dem größten nordafrikanischen Hafen bietet sie eine beeindruckende Kolonialarchitektur, beschauliche Cafés, ausgezeichnete Restaurants, Souks  und einen stadtnahen Strand. Mit Marseille zum Vorbild wurde diese Stadt von den Franzosen erbaut. Sie wirkt einerseits europäisch, mancherorts erinnert sie andererseits sogar an Miami. Das einzig wahre Monument ist die gigantische „Grande Mosquée Hassan II“. Erst 1993 wurde diese Moschee fertig gestellt. Weitere, im Französisch interpretierten maurischen Stil entworfene Gebäude gruppieren sich um die „Place Mohamed V“. Am Boulevard Mohamed V. liegt der „Marché Central“. Dieser Markt bietet die beste Auswahl an Obst und Gemüse landesweit. Daran fügt sich der „Place des Nations Unies“ mit gemütlichen Caféterrassen und dem Eingang zur Medina mit verschiedenen Souks. 

Marrakesch

Traumhafte islamische Architektur und alte Tradition, verbunden mit einem pulsierenden Nachtleben, finden Sie nur in Marrakesch. Üppige Gärten vor der spektakulären Kulisse des Hohen Atlas bieten erstklassige Erholung. Bei Einbruch der Dämmerung verwandelt sich der verschlafene Platz „Djemma el Fna“ zu einem riesigen Freilufttheater und zu einem der ungewöhnlichsten Treffpunkte Afrikas. Einheimische und Besucher lauschen den Märchenerzählern oder kaufen bei Medizinmännern das Rezept für einen Zaubertrank. Darüber hinaus finden Sie hier Akrobaten, Sänger, Schlangenbeschwörer Tänzer, sowie Wasserträger und Essensstände. Das Essen wird stets frisch zubereitet und ist daher sehr empfehlenswert.

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