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Geographie

Die Republik Mauritius ist ein Inselstaat im Südwesten des indischen Ozeans, rund 800 km östlich von der Küste von Madagaskar und rund 2.000 km südöstlich vom afrikanischen Festland entfernt. Der Staat besteht aus der Hauptinsel Mauritius, der Nebeninsel Rodrigues sowie einer Anzahl an weiteren kleinen Inseln wie den Cargados-Carajos-Inseln und den Agalega-Inseln. Die Gesamtfläche beträgt 2.040 km², wovon 1.865 km² auf die Hauptinsel Mauritius entfallen. Im Nordwesten der Hauptinsel Mauritius liegt die Hauptstadt Port Louis.

Mauritius ist vulkanischen Ursprungs und zum großen Teil von Korallenriffen umgeben. An der gesamten Küste finden sich traumhafte Strände, flache Lagunen und türkisblaues Wasser. Die Nordküste erstreckt sich von Port Louis bis zum Cap Malheureux und bietet ideale Bedingungen für Wasserski, Wind- und Kitesurfing sowie Segeln und Hochseeangeln. Die Westküste zählt zu den touristisch am besten erschlossenen Regionen. Auch hier kommen Wassersportler voll auf ihre Kosten. Hier finden sich die längsten Strände der Insel. Die Ostküste zählt zu den beliebtesten Reisezielen des Landes und bietet beste Bedingungen für Windsurfer. Das Innere der Insel wird von ansteigenden Plateaus bis zu 670 m ü.d.M. eingenommen, die von Vulkanen überragt werden. Der höchste Berg auf Mauritius ist der Piton de la Petite Rivière Noire mit einer Höhe von 826 m, der in der Black River Bergkette liegt.

Flora und Fauna

Neben wunderschönen Stränden bietet Mauritius auch eine beeindruckende Natur. Die abwechslungsreiche Landschaft präsentiert weitläufige Parks und farbenfrohe Gärten, reiche Vegetation, Zuckerrohrfelder, natürliche Wälder, Berge und Flusstäler. Aufgrund des tropischen Klimas bieten sich ideale Bedingungen für die Pflanzen- und Tierwelt.

Rund 700 Pflanzenarten sind heute auf Mauritius zu finden. Ursprünglich bestand die Vegetation aus dichtem, tropischem Regenwald, in dem große Harthölzer, vor allem das sehr begehrte Ebenholz, wuchsen. Holländer und Franzosen exportierten das wertvolle Holz, in erster Linie für die Herstellung von Möbeln. Auch wurde das Holz für den Schiffsbau genutzt. Heute ist der Regenwald nur noch mit einem sehr geringen Anteil von rund zwei Prozent vorhanden, über 60 Prozent der Landesfläche sind mittlerweile Kulturland. Eingeführte Baumarten wie z.B. Teak, Mahagoni, Kiefer, Casuarina, Eukalyptus, Mandel, Banyan, Tamarinde sowie Tulpenbaum bestimmen heute das Landschaftsbild. In sumpfigen Gebieten wachsen Mangroven und an den Küsten entfalten sich primär unterschiedliche Palmenarten. Auf der Insel finden sich außerdem Blumen in allen Farben, besonders beeindrucken die Anthurien, die Bougainvillea, der Hibiskus oder auch der bei uns beliebte Weihnachtsstern. Mit allein 60 unterschiedlichen Arten an Orchideen ist Mauritius nach den Niederlanden weltweit der zweitgrößte Exporteur von Pflanzen und Schnittblumen.

Die Tierwelt auf Mauritius zeichnete sich vor der Besiedlung durch eine reiche Artenvielfalt aus und beheimate zahlreiche endemische Spezies. Es waren Riesen- und Wasserschildkröten, Seekühe, Papageien sowie der Nationalvogel Dodo in großer Anzahl dort zu finden. Der Artenreichtum schrumpfte mit dem Eintreffen der Menschen. Dies kann zum einen darauf zurückgeführt werden, dass die dort beheimateten Tiere einfach zu jagen waren. Ein weiteres Problem stellte die Abholzung der Wälder sowie die durch die Menschen neu eingeführten Tiere dar, die der Fauna zusetzen. Dies führte soweit, dass die auf Mauritius beheimateten Seekühe, Riesenschildkröten und Dodos sehr bald ausstarben. Lediglich die Riesenlandschildkröte überlebte in geringer Zahl die Zeit der Entdeckung und ist heute in Botanischen Gärten sowie in Naturparks zu finden. Heute finden sich auf der Insel wieder etliche Tierarten, die durch die Menschen eingeführt wurden, u.a. Hasen, Java-Hirsche, Halbaffen sowie unterschiedliche Nagetiere.

Vor allem für die zahlreichen Vogelarten ist die Tierwelt von Mauritius berühmt. Besonders häufig sind die Webervögel, Sperbertäubchen, Rotohrbülbüls und Sperlinge zu sehen. Sehr bekannt, allerdings nur noch sehr selten zu finden, sind der Mauritiussittich, der Kestrel sowie die Rose Taube. Der Kestrel ist der einzige Greifvogel auf Mauritius und gleichzeitig auch der seltenste Falke der Welt. Die Unterwasserwelt von Mauritius bietet eine Vielzahl an verschiedenen Fischen, z.B. der Kofferfisch, Dicklippen, Fahnenfische, Kaiserfische sowie Muränen. Der berühmteste, ehemalige Bewohner der Insel Mauritius, der Dodo (ein rund ein Meter großer, flugunfähiger Vogel), der nur auf Mauritius, der Nachbarinsel Réunion sowie im indischen Ozean vorkam ist heute das Wappentier der Insel.

Land und Leute

Die Bevölkerung zeichnet sich durch ihre kulturelle Vielfalt aus. Mauritius hat rund 1,2 Mio. Einwohner und versteht sich als multiethnische Gesellschaft. Die größte Bevölkerungsgruppe mit rund zwei Dritteln ist indischer Abstammung. Die Nachfahren der afrikanischen Sklaven sowie ca. 3 % an Europäern, die sogenannten Kreolen, bilden ca. 25 % der Bevölkerung. Chinesen haben einen Anteil von ca. 2 % an der mauritischen Bevölkerung. Weiße Europäer (Franko-Mauritier) stellen den geringsten Anteil an der Bevölkerung dar, bilden jedoch die einkommensstärkste Schicht. Mauritius hat keine Ureinwohner, da die Insel vor der Entdeckung Anfang des 16. Jahrhunderts unbewohnt war.

Die offizielle Amtssprache auf Mauritius ist Englisch, jedoch ist Französisch weiter verbreitet. Nahezu alle Einwohner sprechen die Kreolsprache Morisyen, die aus afrikanischen Dialekten und der französischen Sprache entstanden ist. Entsprechend der Herkunft der auf Mauritius lebenden Bevölkerung gibt es auch unterschiedliche Religionen auf der Insel. Die größte Religionsgruppe bildet mit etwas mehr als 50 % der Hinduismus, gefolgt vom Christentum mit rund 25 %. Anhänger des Islams sind rund 17 % der Bevölkerung, die kleinste Religionsgruppe stellen die chinesischen Buddhisten dar. Mauritius zählt zu den wohlhabendsten und fortschrittlichsten Ländern in Afrika. Das Bevölkerungswachstum liegt bei 0,4 % und somit vergleichsweise niedrig. Die Lebenserwartung für Frauen liegt bei 78,58 Jahren und für Männer bei 74,18 Jahren, somit deutlich höher als der afrikanische Durchschnitt. Mauritius verfügt über ein gut ausgebildetes Sozial- und Gesundheitssystem.

Geschichte

Mauritius entstand vor rund 8 Mio. Jahren aus vulkanischen Aktivitäten. Bereits im 10. Jahrhundert entdeckten arabische Seefahrer die Insel und fertigten Seekarten an.

1505
Der portugiesische Seefahrer Pedro Mescarenhas entdeckte als erster Europäer Mauritius.

1598
Die Holländer machten die Insel zur Kolonie und benannten sie nach Prinz Moritz von Nassau.

1715
Frankreich übernimmt Mauritius. Unter Gouverneur Mahé de Labourdonnais wurde Port Louis gegründet, ein bedeutender Hafen auf der Seereise von Europa in den fernen Osten. Auch ließ der Gouverneur eine Marinebasis, Brücken und Straßen bauen.

1814
Mauritius wurde von den Franzosen an Großbritannien abgetreten und Englisch wurde Amtssprache. Im Übergabevertrag wurde jedoch Sprachen- und Religionsfreiheit für die Mauritier festgesetzt. Infolgedessen sprechen die Einheimischen heute Französisch, obwohl die Insel 158 Jahre durch die Briten regiert wurde.

1835
Die Sklaverei wird durch die Briten abgeschafft und die frisch befreiten Sklaven weigerten sich weiterhin auf den Plantagen zu arbeiten. Daher werden indische Vertragsarbeiter beschäftigt. Auch wurden chinesische und muslimische Händler von Mauritius angezogen. Nach und nach entstand so die heutige kulturelle Vielfalt der Bevölkerung.

1968
Mauritius erlangt die Unabhängigkeit von Großbritannien und trat dem britischen Commonwealth bei.

1992
Mauritius wird zur Republik, die Verfassung ist nach dem britischen Muster von Westminster gestaltet.

Sehenswertes

Black River Georges Nationalpark Dieses 1994 erschaffene Naturschutzgebiet umfasst 6600 Hektar Land, befindet sich im Südwesten der Insel und ist der bislang einzige Nationalpark auf Mauritius. Er beheimatet den noch übrig gebliebenen ursprünglichen Wald von Mauritius und bietet bedrohten endemischen Vogelarten wie dem Mauritius-Turmfalken, der Rosa Taube und dem Mauritiussittig Schutz. Ferner können Besucher neben seltenen Vogelarten auch beeindruckende Landschaften  sowie einzigartige Pflanzenarten sehen.

Curepipe

Curepipe ist die größte Stadt im inneren der Insel, die auf einer Höhe von 550 Metern liegt, und verschiedene Geschäfte und Restaurants bietet. Darüber hinaus befindet sich oberhalb der Stadt der Vulkankrater Trou aux Cerfs, der 85 Meter tief und über 180 Meter breit ist. Besucher haben von dessen Rand aus einen beeindruckenden Rundblick über die Insel.

Die siebenfarbige Erde in Chamarel

Dieses Highlight liegt im Südwesten der Insel und bietet eine Hügellandschaft in schimmernden Farben von grün bis rot über gelb und violett. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Chamarel Wasserfall. Der Riviére de Cap stürzt aus über 100 Metern über eine Felskante in die Tiefe.

Botanische Gärten von Pamplemousses

Diese Gärten werden auch als das Herzstück von Mauritius bezeichnet. Die Gartenanlage gilt als eine der drei schönsten der Welt und bietet eine Vielfalt an exotischen Pflanzen, u.a. die gigantische Victorial Regia Wasserlilie und die Talipot-Palme, welche nur einmal in 60 Jahren blüht und dann stirbt.

Floreal Square

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel unweit der Stadt Curepipe ist Floreal Square mit einem Textilmuseum, einem Einkaufszentrum sowie verschiedenen Cafés. Textilarbeit stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig dar und bildet somit die Lebensgrundlage vieler Mauritianer. Im Textilmuseum erfahren die Besucher alles über die schönen Stoffe und deren Verarbeitung. Das Einkaufszentrum bietet ein breites Spektrum mauritischer Produkte von Kleidung und Schiffsmodellen über handgefertigte Teppiche bis zu Wohnaccessoires.

Ile aux Cerfs

Die Insel liegt vor der Ostküste Mauritius, in ca. 20 Minuten Entfernung mit dem Boot und bedeutet wörtlich übersetzt die Hirschinsel. Entgegen ihres Namens sind dort jedoch keine Hirsche zu finden, dafür aber atemberaubende Strände, türkisblaues Wasser sowie Lagunen in allen blauen und grünen Farbtönen. Die Ile aux Cerfs gilt als einer der schönsten Flecken im Indischen Ozean.

Tamarin Falls

Tamarin ist ein kleiner Ort an der Westküste von Mauritius und bietet einen der beeindruckendsten und sehenswertesten Wasserfälle der Insel. Die Wasserfälle haben insgesamt sieben Stufen, wobei sie dabei Höhenunterschiede von bis zu 45 Metern aufweisen. Der Ort Tamarin ist auch bei Surfern sehr beliebt, da sich hier optimale Bedingungen bieten.

Port Louis

Port Louis ist sowohl die Hauptstadt als auch die größte Stadt der Insel und bietet ein vielseitiges kulturelles Angebot. Darüber hinaus laden am einzigen Hafen der Insel bunte Märkte sowie zahlreiche Boutiquen in unmittelbarer Nähe des Hafens zum Shoppen ein.

Grand Bassin

Der Kratersee eines erloschenen Vulkans, Grand Bassin, ist ein Wallfahrtsort für die hinduistische Bevölkerung.

Le Vanille Krokodilpark

In der Nähe von Riviére des Anguilles, im Süden der Insel, liegt die Krokodilfarm, auf der aus Madagaskar eingeführte Nilkrokodile gezüchtet werden. Darüber hinaus bietet dieser weitläufige Park neben einem Naturpfad durch üppige Wälder mit vielen Süßwasserquellen auch einen kleinen Zoo mit Tieren, die in der Wildnis von Mauritius gefunden wurden.

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