Hauptspeisen Madeiras: Deftige Highlights vom Meer und vom Grill
Zum Mittagessen wie zum Abendessen gilt auf Madeira eine einfache Regel: Fisch steht ganz oben auf der Liste. Das bekannteste Fischgericht der Insel ist Espada com Banana, gebratener Schwarzer Degenfisch mit karamellisierter Banane, eine Kombination, die auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt und auf dem Teller restlos überzeugt. Vor allem der Kontrast aus salzig und süß macht dieses Gericht bei Madeirenser und Gästen gleichermaßen beliebt.
Auch Thunfisch gehört zu den festen Größen der madeirischen Küche: Bife de Atum wird wie ein Steak gegrillt und mit Knoblauch, Essig und Lorbeer mariniert, sodass er fast wie Fleisch schmeckt. Thunfischsteaks sind in vielen Restaurants auf Madeira erhältlich. Wer es lieber deftig mag, bestellt eine Espetada, den klassischen Fleischspieß aus großen Fleischstücken. Die Fleischstücke werden vor dem Grillen mit grobem Salz und Lorbeer gewürzt und traditionell auf einem Lorbeerzweig gegrillt. Grillen gehört auf Madeira einfach zur Esskultur dazu.
Als Beilage kommt oft Milho frito auf den Tisch, in Würfel geschnittener und frittierter Maisbrei, der ein wenig an Pommes erinnert. Eine weitere Spezialität ist Carne de Vinha d'Alhos, zartes Schweinefleisch, das tagelang in Weinsauce mit reichlich Knoblauch mariniert wird. In den Fischerorten rund um Câmara de Lobos, wo einst die Portugiesen als Seefahrer an Land gingen, ist die Auswahl an frischem Fisch besonders groß. Hier zeigt sich die harte Arbeit der Fischer bis heute auf jedem Teller, und auch andere Fischgerichte und Spezialitäten wie der herzhafte Eintopf Caldeirada gehören fest zur Karte.
Für Vegetarier ist die Auswahl auf Madeira zugegebenermaßen kleiner, doch mit gegrilltem Gemüse, Süßkartoffeln und frischem Brot lässt sich auch ohne Fleisch ein satter Teller füllen. Wer unterwegs schnell etwas braucht, greift zu einem einfachen Sandwich mit Bolo do Caco – nichts füllt den Magen schneller und schont dabei den Geldbeutel.